Modell zum Erhalt der Akteursvielfalt bei Windausschreibungen

Berlin, 30. September 2015

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften hat heute gegenüber dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Stellungnahme zum Eckpunktepapier "Ausschreibungen für die Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen" abgegeben.

Die Bundesgeschäftsstelle begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, bei der Umstellung auf Ausschreibungen für den weiteren Ausbau von Windenergie und großen Photovoltaikdachanlagen vor allem auch die Akteursvielfalt bewahren zu wollen. Damit kleine Akteure wie Energiegenossenschaften und genossenschaftlichen Energieversorgungsunternehmen zukünftig aber eine Chance in diesem Bieterwettbewerb haben, schlägt die Bundesgeschäftsstelle für die konkrete Ausgestaltung des Ausschreibungsdesigns ein Preisübertragungs-Modell vor.

Das mit Ausschreibungen einhergehende Zuschlagsrisiko belastet vor allem kleine Akteure. Sie setzen in ihrer Region üblicherweise nur ein Projekt dieser Größenordnung um. Deshalb können sie das Risiko, in einer Bieterrunde nicht zum Zuge zu kommen, nicht auf andere Projekte verteilen. Es droht der Totalverlust bereits vorab investierter Projektierungskosten, die bei einer Windenergieanlage bis zu 300.000 Euro betragen können.

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