Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

Die 860 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 160.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften wird vom DGRV gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V., dem Genossenschaftsverband e.V., dem Genossenschaftsverband Bayern e.V., dem Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. und dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. getragen.

         
 

 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Bundesgeschäftsstelle als Sachverständige bei der Anhörung zum EEG 2016

Berlin, 5. Juli 2016

Zu dem Gesetzentwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2016 fand gestern eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestags in Berlin statt. Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften des DGRV vertrat dort als Sachverständige die Interessen der Energiegenossenschaften und Bürgerenergie. Die Debatte können Sie hier nachlesen und hier anschauen.

DGRV-Vorstandsvorsitzender Dr. Eckhard Ott erklärte den Bundestagsabgeordneten die enormen Risiken, die Ausschreibungen für Energiegenossenschaften und andere Bürgerenergiegesellschaften mit sich bringen und unterbreitete Vorschläge, wie diese Probleme gelöst werden können. Für Windausschreibungen schlug er vor, die de-minimis-Vorgabe der Umweltbeihilfeleitlinien vollständig zu nutzen und administrativ den Preis für Windenergieanlagen bis 18 MW und Photovoltaikanlagen bis 1 MW von Bürgerenergiegesellschaften festzulegen. Zudem wurde die garantierte Übertragung des Preises aus den Ausschreibungen auf die Energiegenossenschaften vorgeschlagen. Ferner helfe die im Gesetzesvorschlag vorgesehene Bürgerenergieregel nur dann, wenn der Zuschlag ohne Strafzahlung zurückgegeben werden könne.

Ferner wurden die Mitgliederversorgung und der Mieterstrom thematisiert. Hier wurde vorgeschlagen, dass für den Vor-Ort an z.B. Genossenschaftsmitglieder gelieferten Strom nur eine anteilige EEG-Umlage anfallen sollte.

Hier finden Sie die ausführliche Stellungnahme der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften und der genossenschaftlichen Regionalverbände zur Anhörung.