Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 850 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Konsultation zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II)

Berlin, 10. Februar 2016

Die Europäische Kommission plant mit einer Richtlinie, den Anteil der Erneuerbaren Energien nach dem Jahr 2020 weiter zu erhöhen. Mit der Erneuerbare-Energien-Richtlinie aus dem Jahr 2009 wurde erstmals ein rechtlich verbindlicher Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa beschlossen. Demnach müssen in der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen.

Laut einer Prognose des Forschungsprojekts „Keep on track!“ wird dieses Ziel mit einem Anteil an Erneuerbaren Energien von 17 Prozent allerdings verfehlt. Aktuell arbeitet die Europäische Kommission an einer Nachfolgerichtlinie, welche die Ausbauziele der Jahre 2020 bis 2030 bestimmt. Um offene Fragen bzgl. Maßnahmen und Zielerreichung zu klären, hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation gestartet.

Da die neue Richtlinie künftig auch auf die Ausgestaltung nationaler Rahmenbedingungen Einfluss haben wird, beteiligen sich die genossenschaftlichen Regionalverbände zusammen mit der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften am Konsultationsverfahren der EU-Kommission. In der gemeinsamen Stellungnahme wird unter anderem auf die Notwendigkeit von stabilen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit der (Energie-)Genossenschaften hingewiesen. Des weiteren werden die nationalrechtlichen Barrieren bei der Mitgliederversorgung aufgezeigt. Insbesondere durch die Einführung von Ausschreibungen werden Energiegenossenschaften zukünftig von der Teilhabe an der Energiewende ausgeschlossen und die Akzeptanz für die Energiewende ist stark gefährdet. Ferner wird auf das Problem der auslaufenden EEG-Vergütung für Biomasseanlagen hingewiesen. Diese birgt eine große Gefahr für genossenschaftliche Nahwärmenetze, deren Hauptwärmequelle häufig Biomasseanlagen sind.

Die Stellungnahme finden Sie hier.