Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

Die 860 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 160.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften wird vom DGRV gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V., dem Genossenschaftsverband e.V., dem Genossenschaftsverband Bayern e.V., dem Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. und dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. getragen.

         
 

 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Meldefrist für Eigenversorgung bis 28. Februar 2016

Berlin, 9. Februar 2016

Die mit dem EEG 2014 eingeführte EEG-Abgabe auf selbstverbrauchten Strom (die sogenannte Sonnensteuer) hat für alle betroffenen, d.h. umlagepflichtigen Eigenstromversorger, zur Konsequenz, eine Meldung an den zuständigen Netzbetreiber durchführen zu müssen. Dieser Pflicht sollte zwingend nachgekommen werden, da andernfalls drastische Konsequenzen drohen.


 

Wer ist betroffen?

Alle Anlagenbetreiber (dies sind nicht zwingend auch die Eigentümer der Anlage, wie z.B. beim Anlagenpachtmodell), die mit der Anlage nicht schon vor dem 01. August 2014 Eigenversorgung im Sinne des § 5 Nr. 12 EEG 2014 betrieben haben. Um den Tatbestand der Eigenversorgung zu erfüllen, muss schon vor dem 01.08. eine Personenidentität vom Betreiber und Verbraucher bestanden haben. In Zweifelsfällen sprechen Sie uns bitte an.

Die Fristen für die Meldepflicht sind in der Ausgleichsmechanismusverordnung (§ 9 Abs. 2) geregelt. Anlagenbetreiber müssen demnach grundsätzlich bis zum 28. Februar des Folgejahres an den zuständigen Netzbetreiber melden, wie viel Strom sie mit der Anlage erzeugt haben und wie viel davon selbst verbraucht wurde. Die Meldung für das Jahr 2014 wurde in 2015 um ein Jahr verlängert und wird somit ebenfalls zu Ende Februar 2016 fällig.

Meldepflichtig sind in jedem Fall die Anlagenbetreiber. Haben Sie also Anlagen verpachtet, sind die Pächter für die Meldung zuständig. Bitte weisen Sie diese auf die Pflicht hin, da andernfalls bei einem Versäumnis die volle EEG-Umlage und nicht der verminderte Satz von 30% für 2014 und 2015 greift. Bitte nehmen Sie Kontakt zum zuständigen Netzbetreiber auf, bzw. weisen Sie den Anlagenpächter zeitnah darauf hin, dies zu tun.
Zur Information: Dieser verminderte Satz ist zum Jahreswechsel 2016 für ausnahmslos alle umlagepflichtigen Eigenstromversorger auf 35 % gestiegen.

Ausnahmefälle

Sofern die Anlage kleiner als 10kWp ist und die Erzeugung im zu meldenden Kalenderjahr weniger als 10MW beträgt, muss keine Meldung durchgeführt werden. Auch für Kraftwerkseigenverbrauch, Inselanlagen und bei einer vollständigen Eigenversorgung aus Erneuerbaren Energien fällt keine Umlage an.
Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass diese Meldepflicht auch für die Eigenversorgung aus konventionellen Anlagen, KWK-Anlagen und Stromspeichern besteht.