Porträts junger Genossenschaften

An dieser Stelle stellen sich Ihnen erfolgreiche Genossenschaften vor, die den Gründungsweg bereits beschritten und sich erfolgreich am Markt etabliert haben. Lassen Sie sich inspirieren und lernen Sie von den erfolgreichen Gründern. 

Bürgerwerke eG, Heidelberg

Grüner Strom von Bürgern für Bürger zu einem fairen Preis, das ist die Idee der Bürgerwerke eG.

Der Verbund von 51 Bürgerenergiegenossenschaften mit rund 10.000 Mitgliedern beliefert Kunden in ganz Deutschland mit Ökostrom. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen in Deutschland - teils aus rund 250 Bürgerwind- und Bürgersolarkraftwerke der Energiegenossenschaften, teils aus einem Wasserkraftwerk in Bayern.

Mainzer Fastnacht eG, Mainz

„Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, den Titel der TV-Sendung kennen viele Menschen. „Doch es gibt für uns noch ein erhebliches Potenzial, die Marke „Mainzer Fastnacht“ bekannter zu machen“, sagt Karl-Otto Armbrüster, Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Fastnacht eG und Präsident der Mainzer Prinzengarde.

Mehr und bessere Vermarktung ist die Herausforderung. Die Motivation der Initiatoren war zunächst aber eine andere: Kosten und Haftung. Bislang veranstaltet nämlich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) das Großevent am Rosenmontag in Eigenregie und als verantwortliche Organisation.

Bürgergenossenschaft Welbergen eG

„Welbergen ist ein lebendiger Ort. Bei uns kommt man nicht nur zum Schlafen nach Hause“, sagt Hermann Lastring, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Welbergen und Vorstandsmitglied der Volksbank Ochtrup. In dem kleinen Ort, 40 Kilometer nördlich von Münster, gibt es zwei Kirchen, eine Grundschule, einen Feuerwehrlöschzug, diverse Vereine und eine Volksbankfiliale – und einen Dorfladen, der gemeinsam von den Einwohnern betrieben wird.

Drop-Out Cinema eG, Mannheim

Der Weg vom Festival in den Kinosaal kann steinig sein. Selbst für ausgezeichnete Filme. „Kulturell wertvoll“ passt eben nicht immer ins Konzept der Kinobetreiber. Ein genossenschaftlicher Filmverleih fördert die kulturelle Vielfalt im Kino.

„Das Kinoprogramm in Deutschland spiegelt nur einen sehr geringen Teil der weltweiten Filmkultur wider. Mit unserem Filmverleih soll sich das ändern“, sagt Jörg van Bebber, Mitinitiator und Vorstand der Drop-Out Cinema eG. Die Genossenschaft mit Sitz in Mannheim möchte die kulturellen Interessen im Kinobetrieb stärker betonen als dies gewinnorientierte Verleiher tun. Cineastische Kriterien stehen bei der Genossenschaft an erster Stelle.

Kommerzielle Filmverleiher sind an bundesweiten Kinostarts von massentauglichen Produktionen interessiert. Vor allem die Multiplex-Kinos mit tausenden von Besucherplätzen bestimmen, was gespielt wird. Doch auch Programmkinos meiden das Risiko geringer Zuschauerzahlen. Alternative Filmproduktionen finden deshalb kaum den Weg in die Kinosäle.

IT-Projektgenossenschaft eG, Kleinmachnow

Die IT-Projektgenossenschaft eG ist Deutschlands erste IT-Recruiting-Genossenschaft. Sie ist ein Zusammenschluss von Freelancern und IT-Unternehmern zur Bündelung von Vertrieb und Marketing. Die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder und faire Einkaufskonditionen für Kunden sind das primäre Ziel, nicht Gewinnmaximierung wie bei den klassischen Vermittlungsagenturen.

Sprachraum eG, München

„Die Kunst, richtig miteinander zu kommunizieren ist wie laufen lernen – man fällt so oft auf die Nase bis man liebevoll an der Hand genommen wird“, schreibt die Publizistin Wilma Eudenbach. Genau dieses „an der Hand nehmen“ hat ein Team von Münchner Kommunikationswissenschaftlern zur Geschäftsgrundlage ihrer Genossenschaft gemacht.

Medizinische Kooperation Görlitz eG, Görlitz

Niedergelassene Ärzte sind freiberuflich tätig. In den vergangenen Jahren haben aber Kooperationen zwischen den Berufsträgern deutlich zugenommen. Für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist die eingetragene Genossenschaft gut geeignet.

„Für uns ist die Kooperation mit Berufskollegen wichtig, um Ressourcen zu sparen und uns fachlich auszutauschen“, sagt Dr. Wolfram Oettler, Vorstand der Medizinische Kooperation Görlitz eG. Vor einigen Jahren begann man in einer Gruppe ambulant tätiger Fachärzte vor Ort zu diskutieren, wie den aktuellen Herausforderungen im Praxisbetrieb begegnet werden kann. „Uns ging es vor allem darum, gemeinsam die Kosten bei der täglichen Arbeit zu senken. Zugleich sollte aber auch unsere Unabhängigkeit erhalten bleiben“, so der Mediziner aus Sachsen weiter. Viele Kooperationsformen im Gesundheitswesen schränken diese aber ein.

Familiengenossenschaft Monheim eG, Monheim

In Politik und Medien wird viel über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geredet. Doch was können Arbeitgeber konkret tun? Eine Gruppe von Unternehmen zeigt, wie mit einer Familiengenossenschaft eine Kindertagesstätte betrieben werden kann.

Senioren-Wohnen eG, Neukirchen b. Hl.blut

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind in vielen Regionen Deutschlands deutlich zu spüren. Ein wichtiges Thema ist die familiennahe Pflege älterer Menschen. Eine neue Genossenschaft organisiert die Vor-Ort-Betreuung in einer Senioren-Wohngemeinschaft.

Beratergenossenschaft Erfahrene Experten eG, Stuttgart

Erfahrung zählt - Eine neue Genossenschaft von Unternehmensberatern berät mittelständische Unternehmen. Sie legt dabei sehr viel Wert auf die Erfahrungen ihrer Mitglieder.

EvoCare Telemedizin ECT eG, Nürnberg

Oft geht es Patienten in den Wochen nach einer Reha schlechter als zum Zeitpunkt der Klinikentlassung. Schuld daran ist das sogenannte „Reha-Loch": Denn nach der Reha dauert es oft sechs bis acht Wochen, bis der Patient in die Nachsorge- zum Beispiel in einem ambulanten Zentrum - überführt wird. Ergebnis: Die Erfolge der Rehabilitationstherapie sind zunichte. Eine Nürnberger Genossenschaft will das Reha-Loch schließen. Die 2013 gegründete Evocare Telemedizin ECT eG stattet Kliniken mit telemedizinischen Behandlungsverfahren aus, sodass diese den Patienten nach der Reha aus der Entfernung weiterhin betreuen können.

dasrößle eG, Todtnau-Geschwend

In ländlichen Regionen wird das Kneipensterben zu einem größeren Problem. Die Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen oder gesellige Abende werden immer seltener. In einer Schwarzwald-Gemeinde haben die Einwohner nun gemeinsam unter dem Dach einer Genossenschaft ihr Dorfgasthaus wiedereröffnet.

Volkswagen Belegeschaftsgenossenschaft für regenerative Energien am Standort Emden eG

Der Blick der Energiegenossenschaft der Volkswagenbelegschaft ist in die Zukunft gerichtet. Gleichzeitig hat das genossenschaftliche Modell auch bei den Arbeitern eine lange Tradition. Aber wie funktioniert ein Unternehmen im Unternehmen? Wie können sich Arbeiter vernetzen? Und welche Vorteile hat der Betrieb von einer Belegschaftsgenossenschaft? Die Beschäftigten im Volkswagen(VW)-Werk Emden sind stolz auf ihren Betrieb, ihren Arbeitsplatz, die Marke Volkswagen – und seit 2008 auch auf ihre belegschaftsgenossenschaftliche Photovoltaikanlage.

Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG, Weissach im Tal

Kommunen können maßgeblich zum Erfolg einer Energiegenossenschaft beitragen und bei der Realisierung von Erneuerbare-Energien-Projekten mit den Bürgern zusammenarbeiten. Allerdings müssen dabei die jeweiligen Vorgaben des Landes  beachtet werden, beispielsweise die Gemeindeordnung. Wie kann die Kommune engagierte Bürger unterstützen? Wie kann es Regionen gelingen, sich künftig eigenständig mit Energie zu versorgen? Und wie wird eine Kommune selbst zum Initiator  einer Energiegenossenschaft?

Dentagen Wirtschaftsverbund eG, Waltrop

Zahnersatz wird in Deutschland zumeist in Dentallaboren angefertigt, bei denen der Zahntechniker direkt mit Zahnarzt und Patient in Kontakt steht. Doch immer häufiger treten überregionale Konkurrenten vor Ort auf. Eine Dienstleistungsgenossenschaft fördert kleine Dentallabore im Wettbewerb und sorgt damit für guten Zahnersatz.

Stadtmarketing Seesen eG

Gemeinsam für unsere Stadt - Wie mit einer Genossenschaft der heimische Standort entwickelt wird

Wie können Kommune, Unternehmen und Bürger gemeinsam für ihre Stadt werben? In Seesen hat sich eine Genossenschaft dieses Ziel zur Aufgabe gemacht, nicht nur die Vielfalt der Region neu zu präsentieren, sondern auch das kulturelle Leben vor Ort zu fördern.

Planergemeinschaft Kohlbrenner eG, Berlin

Mitarbeiter eines Planungsbüros übernehmen gemeinsam das Unternehmen

Der Chef geht in den wohlverdienten Ruhestand, die Tochter oder der Sohn übernehmen das Unternehmen. So die Idealvorstellung vieler Einzelunternehmer. Doch wenn kein Nachfolger in der Familie zu finden ist, bleibt nur der Verkauf. Eine Option ist hier auch die Belegschaft.

Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald eG, Mühlenbach

Für viele ist der Wald ein Erholungsgebiet. Dass er gepflegt ist und die Wege präpariert sind, nimmt man als gegeben hin. Für Waldbesitzer ist die Pflege und Vermarktung von Holz aber mit einem hohen Aufwand verbunden. Eine Genossenschaft im Schwarzwald bündelt deshalb die Interessen der Waldeigentümer.

apogen eG, Hannover

Apotheker in Hannover bündeln Kräfte

Die apogen eG ist der Zusammenschluss innovativer, beratungsfokussierter Apothekerinnen und Apotheker im Raum Hannover. In der apogen eG gehen die Apotheken gemeinsam neue Wege in Handel, Organisation, Distribution, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Die Apotheker und Apothekerinnen verbindet der Anspruch auf Qualität, der Wille zur wirtschaftlichen Selbständigkeit.

Apothekerinnen und Apotheker im Raum Hannover. Die Apotheken befinden sich in Wohnvierteln, inmitten der Patienten und Kunden. Der stetige Kontakt zu ihnen und zu den übrigen Anbietern von Gesundheitsleistungen (Ärzten, REHA-Einrichtungen, Pflegediensten, Sanitätshäusern) ist von zentraler Bedeutung für die Mitglieder der apogen eG.

Altkönig-Stift eG, Kronberg im Taunus

Ein guter Weg für das Leben im Alter!

Das Altkönig-Stift ist eine gemeinnützige Genossenschaft im Luftkurort Kronberg im Taunus mit über 40-jähriger Erfahrung.
Ihr Ziel ist es, ihren Mitgliedern gegen Übernahme von Geschäftsanteilen ein komfortables Wohnen im Alter zu ermöglichen.

Das Altkönig-Stift ist trotz seiner langjährigen Geschichte in jeglicher Hinsicht auf dem modernsten Stand und bietet 640 Bewohnern ein ausgewogenes Angebot aus individuellem Wohnen, Rundumbetreuung, ärztlich-pflegerischer Versorgung im Bedarfsfall und einem attraktiven Kultur- und Freizeitangebot. Über 300 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein lückenloses Serviceangebot kennzeichnen den hohen Leistungsstandard des Altkönig-Stiftes.