Wir sind „Ein Gewinn für Deutschland“

Die mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Sie wirtschaften mit langfristiger Perspektive, fördern ihre Mitglieder und sind in der Region verankert. Stabilität und Verantwortung zeichnen Genossenschaften aus.

Aus all diesen Gründen ist jede einzelne Genossenschaft „Ein Gewinn für Deutschland“. An dieser Stelle haben die Genossenschaften die Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was sie auszeichnet und sie zu einem ganz besonderen „Gewinn für Deutschland“ macht. 

Breitbandgenossenschaft Hagen eG, Hagen

Wichtiger Meilenstein für das schnelle Internet im Lennetal: Am 31. August 2016 wurde die Breitbandgenossenschaft Hagen eG gegründet. Sie nimmt zum 1. September 2016 den Betrieb auf. Die Genossenschaft wird zukünftig das gesamte Gewerbegebiet Lennetal mit Breitbandanschlüssen versorgen. Michael Hösterey, Vorstandsmitglied der frisch gegründeten Genossenschaft ist sicher, dass die Unternehmen im Lennetal die eG brauchen, um den Wirtschaftsstandort zu sichern. „Nur ein schneller Internetanschluss macht uns konkurrenzfähig. So sind wir in der Lage, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen“, so Hösterey, der auch Mitglied im Vorstand der Wirtschaftsjunioren in Hagen ist.

Labag Raiffeisen eG, Marbach am Neckar

In drei Jahren feiert die Genossenschaft ihr 100-Jahre-Jubiläum. Jürgen Häußermann denkt bereits intensiv darüber nach, wie gefeiert werden könnte. In 97 Jahren hat sich fast alles verändert im Betrieb, aber eines nicht. „Unser Ehrenamt, also die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, denkt wie schon zu allen Zeiten genossenschaftlich. Sie identifizieren sich mit ihrer Genossenschaft. Das ist toll“, sagt der Geschäftsführer der in Marbach (Kreis Ludwigsburg) ansässigen Labag. Er muss es wissen, ist er doch bereits seit 27 Jahren bei ihr tätig. „Ich kam mit 28 Jahren ins Unternehmen“, erzählt Häußermann, der aus einem landwirtschaftlichen Betrieb im Rems-Murr-Kreis stammt und in Nürtingen studiert hat. Der Diplom-Agraringenieur ist verantwortlich für 504 landwirtschaftliche Mitgliedsbetriebe, die in den Kreisen Ludwigsburg, Rems-Murr, Heilbronn und Stuttgart ansässig sind.

ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG, Köln

Die ZEG, Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG mit Sitz in Köln, feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Hans Krämer und Bernhard Lakämper begannen 1966 mit acht Fahrrad-Fachhändlern, inzwischen sind es mehr als 1000 in ganz Europa.
Mit diesem Wachstum ist die eingetragene Genossenschaft eine echte Kölsche Erfolgsstory. Denn der Markenname ZEG steht inzwischen auch für Innovation, und eine hohe Qualität in Material und Service, wie die heutigen Verantwortlichen betonten. Und das trotz der inzwischen erreichten Größe.

Baugenossenschaft Langen eG, Langen

Gutes Wohnen besser machen, ein komplett zeitgemäßer Wohnungsbestand, Mieten unter der Marktmiete und begeisterte Mitglieder, die Genossenschaft leben. Das sind unsere Visionen.

Bis wir das erreicht haben, verfolgen wir unseren eingeschlagenen Weg und machen das, was wir am besten können: Wohnraum. Seit 1947 gibt es die Baugenossenschaft Langen eG. Wir sind der größte Vermieter in Langen. Dort und in unseren weiteren Regionen Dreieich und Egelsbach bieten wir schon jetzt bezahlbaren Wohnraum für 5.000 Menschen. Für alle Mitglieder gilt, sie wohnen sicher wie im Eigentum, flexibel wie ein Mieter. Mit fairen Anteilen.

Bürgerwerke eG, Heidelberg

Grüner Strom von Bürgern für Bürger zu einem fairen Preis, das ist die Idee der Bürgerwerke eG.

Der Verbund von 51 Bürgerenergiegenossenschaften mit rund 10.000 Mitgliedern beliefert Kunden in ganz Deutschland mit Ökostrom. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen in Deutschland - teils aus rund 250 Bürgerwind- und Bürgersolarkraftwerke der Energiegenossenschaften, teils aus einem Wasserkraftwerk in Bayern.

colombo3 Fairer Handel eG, Viernheim

Wir haben uns in unserer Satzung der Unterstützung von kleinen Produktionsstätten in den Ländern des Südens verpflichtet, um deren Lebenssituation nachhaltig zu verbessern und Absatzmärkte für ihre Produkte zu finden. Darüber hinaus engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit.

Strompool Probstei eG, Schönberg/Holstein

Anfang 2007 waren in der Ostseeregion Probstei viele Bürger über die stetig steigenden Strompreise und die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber der Marktmacht der großen Energiekonzerne so verärgert, dass sie aktiv werden wollten.

So hat sich am 17. April 2007 der Strompool Probstei als Interessen- und Stromeinkaufsgemeinschaft gegründet, die schon 10 Monate später in die heutige „Strompool Probstei eG“ überführt werden konnte und seit einigen Jahren auch Erdgas und Pellets vermittelt. Die Genossenschaft wird nach wie vor ehrenamtlich geleitet. Daneben wurden inzwischen vergütete Arbeitsplätze geschaffen. Seit Anfang 2015 leitet eine Prokuristin die Geschäftsstelle in Schönberg und unterstützt den ehrenamtlichen Vorstand.

4freelance eG, München

4freelance ist die größte deutsche Freelancer Genossenschaft. Wir haben uns vorgenommen, den Vermittlungsmarkt durch positives Beispiel fairer und transparenter zu gestalten.

Mainzer Fastnacht eG, Mainz

„Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, den Titel der TV-Sendung kennen viele Menschen. „Doch es gibt für uns noch ein erhebliches Potenzial, die Marke „Mainzer Fastnacht“ bekannter zu machen“, sagt Karl-Otto Armbrüster, Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Fastnacht eG und Präsident der Mainzer Prinzengarde.

Mehr und bessere Vermarktung ist die Herausforderung. Die Motivation der Initiatoren war zunächst aber eine andere: Kosten und Haftung. Bislang veranstaltet nämlich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) das Großevent am Rosenmontag in Eigenregie und als verantwortliche Organisation.

dwp eG Fairhandelsgenossenschaft, Ravensburg

Wir sind ein Gewinn für das Gemeinwohl: dwp wurde 1988 von Weltläden aus der Region Oberschwaben als GmbH gegründet und 2005 in die dwp eG Fairhandelsgenossenschaft umgewandelt. Dadurch bringen wir alle Beteiligten der Fairhandelskette enger zusammen: ProduzentInnen, Weltläden, MitarbeiterInnen und EndkundInnen sind Mitglieder bei der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft.

Bürgergenossenschaft Welbergen eG

„Welbergen ist ein lebendiger Ort. Bei uns kommt man nicht nur zum Schlafen nach Hause“, sagt Hermann Lastring, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Welbergen und Vorstandsmitglied der Volksbank Ochtrup. In dem kleinen Ort, 40 Kilometer nördlich von Münster, gibt es zwei Kirchen, eine Grundschule, einen Feuerwehrlöschzug, diverse Vereine und eine Volksbankfiliale – und einen Dorfladen, der gemeinsam von den Einwohnern betrieben wird.

Drop-Out Cinema eG, Mannheim

Der Weg vom Festival in den Kinosaal kann steinig sein. Selbst für ausgezeichnete Filme. „Kulturell wertvoll“ passt eben nicht immer ins Konzept der Kinobetreiber. Ein genossenschaftlicher Filmverleih fördert die kulturelle Vielfalt im Kino.

„Das Kinoprogramm in Deutschland spiegelt nur einen sehr geringen Teil der weltweiten Filmkultur wider. Mit unserem Filmverleih soll sich das ändern“, sagt Jörg van Bebber, Mitinitiator und Vorstand der Drop-Out Cinema eG. Die Genossenschaft mit Sitz in Mannheim möchte die kulturellen Interessen im Kinobetrieb stärker betonen als dies gewinnorientierte Verleiher tun. Cineastische Kriterien stehen bei der Genossenschaft an erster Stelle.

Kommerzielle Filmverleiher sind an bundesweiten Kinostarts von massentauglichen Produktionen interessiert. Vor allem die Multiplex-Kinos mit tausenden von Besucherplätzen bestimmen, was gespielt wird. Doch auch Programmkinos meiden das Risiko geringer Zuschauerzahlen. Alternative Filmproduktionen finden deshalb kaum den Weg in die Kinosäle.

Bürgerbräu Wächtersbach Braugenossenschaft eG, Wächtersbach

Lokal. Biologisch. Klimaneutral. Unter diesem Motto wird seit 2011 in der hessischen Stadt Wächtersbach wieder Bier gebraut. Das Besondere daran: Die Brauerei wird als Genossenschaft geführt.

Wassergenossenschaft Ellerhoop eG

In dem holsteinischen Dorf Ellerhoop betreiben die Einwohner ihr eigenes Wasserwerk. Gute Qualität, niedrige Preise und wirtschaftliche Unabhängigkeit sind das Ergebnis gemeinschaftlichen Engagements.

„Wir haben gutes Wasser und wir wollen unabhängig sein“, sagt Ludwig Wieprecht, Mitinitiator und Aufsichtsratsmitglied der Wassergenossenschaft Ellerhoop. Im 1.300-Seelen-Dorf wurde bereits vor über zehn Jahren die Wasserversorgung von den Bürgern in die Hand genommen. Mit Erfolg: seither hat sich die Zahl der Kunden verdoppelt.

IT-Projektgenossenschaft eG, Kleinmachnow

Die IT-Projektgenossenschaft eG ist Deutschlands erste IT-Recruiting-Genossenschaft. Sie ist ein Zusammenschluss von Freelancern und IT-Unternehmern zur Bündelung von Vertrieb und Marketing. Die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder und faire Einkaufskonditionen für Kunden sind das primäre Ziel, nicht Gewinnmaximierung wie bei den klassischen Vermittlungsagenturen.

Meditrend eG, Münster

Gegründet 1989 am Stammsitz Münster blickt die Meditrend eG auf mehr als ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Firmengeschichte zurück.

Im Mittelpunkt des Handelns steht bei Meditrend der selbstständige Hörakustiker. Meditrend erfüllt den genossenschaftlichen Förderauftrag für Hörakustiker erfolgreich und ist heute mehr denn je ein starker Partner. Vorausschauendes Denken und Handeln - stets unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Mitglieder - haben Meditrend zu einem besonderen Unternehmen gemacht; die Mitglieder und Eigentümer der Genossenschaft pflegen die Individualität ihres eigenen Unternehmens - und dennoch macht sie ihre Mitgliedschaft in der Meditrend zum Teil einer leistungsstarken und zunehmend einflussreichen Gemeinschaft.

Sprachraum eG, München

„Die Kunst, richtig miteinander zu kommunizieren ist wie laufen lernen – man fällt so oft auf die Nase bis man liebevoll an der Hand genommen wird“, schreibt die Publizistin Wilma Eudenbach. Genau dieses „an der Hand nehmen“ hat ein Team von Münchner Kommunikationswissenschaftlern zur Geschäftsgrundlage ihrer Genossenschaft gemacht.

Medizinische Kooperation Görlitz eG, Görlitz

Niedergelassene Ärzte sind freiberuflich tätig. In den vergangenen Jahren haben aber Kooperationen zwischen den Berufsträgern deutlich zugenommen. Für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist die eingetragene Genossenschaft gut geeignet.

„Für uns ist die Kooperation mit Berufskollegen wichtig, um Ressourcen zu sparen und uns fachlich auszutauschen“, sagt Dr. Wolfram Oettler, Vorstand der Medizinische Kooperation Görlitz eG. Vor einigen Jahren begann man in einer Gruppe ambulant tätiger Fachärzte vor Ort zu diskutieren, wie den aktuellen Herausforderungen im Praxisbetrieb begegnet werden kann. „Uns ging es vor allem darum, gemeinsam die Kosten bei der täglichen Arbeit zu senken. Zugleich sollte aber auch unsere Unabhängigkeit erhalten bleiben“, so der Mediziner aus Sachsen weiter. Viele Kooperationsformen im Gesundheitswesen schränken diese aber ein.

Familiengenossenschaft Monheim eG, Monheim

In Politik und Medien wird viel über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geredet. Doch was können Arbeitgeber konkret tun? Eine Gruppe von Unternehmen zeigt, wie mit einer Familiengenossenschaft eine Kindertagesstätte betrieben werden kann.

Senioren-Wohnen eG, Neukirchen b. Hl.blut

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind in vielen Regionen Deutschlands deutlich zu spüren. Ein wichtiges Thema ist die familiennahe Pflege älterer Menschen. Eine neue Genossenschaft organisiert die Vor-Ort-Betreuung in einer Senioren-Wohngemeinschaft.