Journalismus mit Tiefgang

Freie Journalisten haben oft mit den Nachteilen einer freiberuflichen Tätigkeit zu kämpfen. Wann kommt der nächste Auftrag? Wie koordiniert man Urlaubszeit und krankheitsbedingte Ausfälle? Welche Möglichkeiten der sozialen Absicherung gibt es? „Vielfalt, Tiefgang, Kooperation“, so lautet das Credo der RiffReporter eG, die nicht nur Antworten auf die Herausforderungen der freiberuflichen Tätigkeit liefern, sondern sich auch der Rettung des Qualitätsjournalismus verschrieben hat. An beiden Problemen, der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und der Themenauswahl, setzt die Berliner Genossenschaft an, indem sie eine mediale Infrastruktur für freiberufliche Journalisten bereitstellt.

Über die genossenschaftliche Plattform wird konkret die Zusammenarbeit zwischen den Mitglieds-Journalisten gefördert. Der RiffReporter erhält nicht wie sonst einen Auftrag von einem Verlag, sondern erstellt aktiv gemeinsam mit anderen Kollegen lesenswerte Inhalte. Die vollständigen Inhalte der Artikel werden über ein gemeinsames Bezahlsystem den Verlagen bzw. den Lesern angeboten. Die Schnittstelle zwischen Journalisten und Verlagen soll kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Genossenschaft stellt quasi den Pool an Inhalten bereit, auf den die Verlage strukturiert zugreifen können. All dies stärkt die Einkommensmöglichkeiten eines freien Journalisten. Die Genossenschaft erhält für ihre Dienstleistungen bei Einzelverkäufen 15 Prozent der Einnahmen und bei Flatrates 40 Prozent. Nach Abzug der Verwaltungsgebühr für den Bezahldienstleister bleiben rund 70 bis 75 Prozent beim Ersteller. Derzeit hat die RiffReporter eG 107 Mitglieder, davon sind 76 als Journalisten tätig.

Darüber hinaus werden auch investierende Mitglieder aufgenommen, die sogenannten „RiffSupporter“, die den Qualitätsjournalismus fördern möchten.

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende 2019

Die genossenschaftlichen Spitzenverbänden DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. und GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen begrüßten auch 2019 wieder etwa 300 Teilnehmer beim „Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende“ im Haus der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin.

Der große Zuspruch unterstrich die anhaltende Bedeutung einer möglichst bürgernahen Energiewende. Die Möglichkeit zum inhaltlichen Austausch und zum Vernetzen – auch beim anschließenden Jahresempfang der deutschen Genossenschaften – machen die Attraktivität der Veranstaltung aus.

Der Bundeskongress bot erneut ein sehr abwechslungsreiches Programm, welches verdeutlichte, dass für die Bürgerenergie noch viel getan werden muss. Es wurde aber auch betont, dass die Bürgerenergie selbst sich weiterentwickeln sollte. Insbesondere die unternehmerische Professionalisierung wurde angesprochen.

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