Kommunale Einkaufsgenossenschaft KoPart eG

KoPart eG

Kosten sparen zu müssen ist keine neue Herausforderung für Städte und Gemeinden. Fraglich ist vielmehr, wo noch Potenziale zu heben sind. Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben einen Ansatz beim Einkauf und der Beschaffung gefunden. Mit ihrer Genossenschaft werden Bedarfe gebündelt und der Verwaltungsaufwand reduziert.
„Es gibt viele Produkte, die man gemeinsam günstiger einkaufen kann“ sagt Dr. Peter Queitsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KoPart eG mit Sitz in Düsseldorf. „Jede Kommune kauft täglich kleinteilige C-Artikel wie Büromaterial, Reinigungsmittel oder Schulbedarf. Aber eben jede für sich selbst. Das wollen wir ändern“, erläutert Queitsch, der als Hauptreferent für den Bereich Umweltrecht beim Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen tätig ist.

Die KoPart eG bündelt die Nachfrage von über 100 Kommunen und kommunalen Unternehmen. Durch die großen Bestellmengen können bei Herstellern und Lieferanten Rabatte und andere Preisnachlässe ausgehandelt werden. Für einzelne Artikelgruppen werden zudem Rahmenverträge für die teilnehmenden Kommunen ausgeschrieben.

Jahresempfang der Deutschen Genossenschaften 2018

Berlin, 1. Februar 2018

Auf dem gemeinsamen Jahresempfang der genossenschaftlichen Spitzenverbände DGRV und GdW würdigte der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner die volkswirtschaftliche Bedeutung der Genossenschaften. „Genossenschaften sind eine tragende Säule unserer mittelständischen Wirtschaft. Als demokratisch geprägte Unternehmensform unterstützen sie den gesamten Mittelstand bei den Herausforderungen in der heutigen Zeit“. Er mahnte aber auch: „Genossenschaftliches Unternehmertum darf nicht durch immer neue Regelungen aus Brüssel und Berlin erschwert werden.“

Die 8.000 Genossenschaften in der Kreditwirtschaft, dem Agrarbereich, dem Wohnungsbau oder in Handel und Gewerbe werden von 22,6 Mio. Mitgliedern getragen. „Viele mittelständisch geprägte Branchen leben von der Kooperation kleiner Akteure. Gemeinsam stärken sie sich im Wettbewerb“, sagt Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV. Neue Genossenschaften bieten zudem innovative Lösungen zur Stärkung regionaler Standorte. „Ein gemeinsames Standortmarketing, Breitbandversorgung in eigener Hand oder ein gemeinschaftlich betriebener Betriebskindergarten sind Beispiele, wie Genossenschaften die Attraktivität von mittelständischen Arbeitsplätzen verbessern können“, so Ott weiter.  

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