Bayerisches Engelsberg auch dank Elektrizitätsgenossenschaft ausgezeichnet

10. Februar 2019

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, zeichnet jedes Jahr Dörfer und Gemeinden als Bioenergiedörfer aus. Kriterien sind hierbei insbesondere die Versorgung mit regional erzeugter Energie, deren Anlagen sich in der Hand der Menschen vor Ort befinden.

Ein Bioenergiedorf deckt seinen Energiebedarf (Strom und Wärme) mindestens zu 50 Prozent aus regional erzeugter Bioenergie. Die Bürger werden in die Entscheidungsprozesse eingebunden und tragen den Gedanken des Bioenergiedorfs aktiv mit. Die Bioenergieanlagen befinden sich mindestens teilweise im Eigentum der Wärmekunden oder der Landwirte vor Ort, die nachhaltig bereitgestellte Biomasse stammt aus der unmittelbaren Umgebung. Dadurch steigt die Wertschöpfung vor Ort. Maßnahmen der Energieeffizienz und Energieeinsparung werden regelmäßig geprüft und umgesetzt. Die Erzeugung von Wärme und Strom aus Biomasse kann durch die Nutzung anderer erneuerbarer Energien ergänzt werden.

Das oberbayerische Engelsberg, eine Gemeinde mit knapp 2.600 Einwohnern im Landkreis Traunstein, kann sich nun Bioenergiedorf nennen. Die Bemühungen der örtlichen Wirtschaft, der Politik aber auch der Bürgerinnen und Bürger wurden von der FNR ausgezeichnet. Neben dem Nahwärmenetz, dessen Biomasseheizwerk mit regionalen Holzhackschnitzeln auch der Gewerbebetriebe und Landwirte zur Verfügung gestellt wird. Die Elektrizitätsgenossenschaft Engelsberg eG ist als Stromnetzbetreiber ein wichtiger Partner der Kommune beim Ausbau erneuerbarer Energien. Seit 1955 ist die Genossenschaft aktiv und unterstützt die Bürgerinnen und Bürger bei der Errichtung von Solarstromanlagen. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt im Stromnetz der Elektrizitätsgenossenschaft bei mehr als 50 Prozent. Hinzu kommt die Wärmeversorgung über die Nahwärme. Ein schöner Erfolg für die Gemeinde.

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