Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 850 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Appell zur Einführung einer regionalen Steuerung für Wind-Onshore

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften des DGRV appelliert gemeinsamen mit einer breiten Interessensgemeinschaft aus Herstellern, Zulieferern, Entwicklern, Betreibern, Genossenschaften, Bürgerenergiegesellschaften sowie Verbänden für die Einführung einer regionalen Steuerung beim Zubau von Wind-Onshore.

Kostenloses Webinar zu Beleuchtungs-Contracting

Am 8. Oktober 2018 findet das kostenlose Webinar „Effizientes Beleuchtungs-Contracting - ein wirtschaftliches Geschäftsmodell für Energiegenossenschaften“ statt. Viele Geschäftsmodelle sind für Energiegenossenschaften nur mit staatlicher Förderung wirtschaftlich. Energiegenossenschaften in Deutschland sind auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Das Beleuchtungs-Contracting bietet hierfür ein vielversprechendes Betätigungsfeld. Es existieren bereits vielfältige Projekte aus genossenschaftlicher Hand und der Bedarf im deutschen Markt ist groß.

Förderung von KWK-Eigenstrom im Einklang mit EU-Beihilferecht

Die EU-Kommission hat am 1. August die von Deutschland geplante Ermäßigung der EEG-Umlage für die Eigenversorgung durch große Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) bis zum Jahr 2019 genehmigt. Ein Knackpunkt der Genehmigung durch die Kommission war eine mögliche Überförderung und damit Überkompensation der Wettbewerbsnachteile für hocheffiziente KWK-Anlagen. Da das Bundeswirtschaftsministerium diese Befürchtungen ausräumen konnte, stand der Genehmigung durch die Kommission nichts mehr im Wege.

Schleswig-Holstein hat einen Fonds zur Unterstützung von Bürgerenergieakteuren eingerichtet

Seit Anfang Juli unterstützt das Energiewendeministerium des Landes Schleswig-Holstein Bürgerenergieprojekte in der Startphase mit jeweils bis zu 200.000 Euro. Ziel des von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) verwalteten Fonds ist es, die Förderlücke zwischen Projektidee und Projektumsetzung zu schließen. Über den Fond können Beratungen, Gutachten und Vorplanungen finanziert werden, konkret bspw. Steuer- oder Rechtsberatungen, Machbarkeitsstudien, UVP-Studien oder Maßnahmen zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit.

Analyse zur fünften Ausschreibungsrunde Windenergie an Land

Die Fachagentur Windenergie an Land hat die fünfte Ausschreibungsrunde zur Windenergie in Deutschland analysiert. In der im Mai durchgeführten Runde unterschritt die Menge der Gebote erstmals das ausgeschriebene Volumen: Es gingen 111 Gebote für 604 Megawatt (MW) neue Windenergieleistung ein. Ausgeschrieben waren  670 MW. Auch der Trend zur Konzentration der Zuschläge für Gebote im Norden Deutschlands setzt sich fort. Mittlerweile sind 91 Prozent der bezuschlagten Projekte nördlich der Mainlinie.

Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen wichtige Meldepflichten an die Bundesnetzagentur beachten – Sofortiges Handeln empfohlen

Je nachdem, in welchem Zeitraum Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) in Betrieb genommen worden sind, gelten verschiedene Fassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Damit sind an das Versäumnis der Meldepflichten gegenüber der Bundesnetzagentur auch verschiedene Rechtsfolgen geknüpft. Diese Rechtsfolgen reichen von einer vollständigen Reduzierung der EEG-Vergütung auf Null bis zu einer Verringerung um nur 20%.

Ernüchternde Bilanz nach einem Jahr Mieterstromgesetz

Ein Verbändebündnis aus Verbraucherverbänden, Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV ziehen nach einem Jahr Mieterstromgesetz eine ernüchternde Bilanz. Laut Bundesnetzagentur sind in den ersten zehn Monaten nur drei Prozent des jährlich förderfähigen Zubaus an Mieterstromanlagen in Städten und Gemeinden errichtet worden. Durch das Gesetz sollten die Bedingungen für auf dem Dach erzeugten und direkt von den Bewohnern genutzten Solarstrom verbessert und damit der Ausbau der Solarenergie auf Wohngebäuden vorangetrieben werden.

Pflicht zur BImSchG-Genehmigung und Einheitspreisverfahren bleiben erhalten

Am 29. Juni 2018 trat die vom Bundestag beschlossene Neuregelung zur Beibehaltung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung (BImSchG-Genehmigung) in Windausschreibungen in Kraft. Infolgedessen müssen alle Bieter auch in der Ausschreibungsrunde im August 2018 eine solche Genehmigung für ihr Windprojekt vorlegen, um am Verfahren teilnehmen zu dürfen. Auch in allen Ausschreibungsrunden bis einschließlich 1. Juni 2020 gilt diese Teilnahmevoraussetzung.

Generalversammlung von REScoop.EU

Am 23. Juni 2018 fand in Mailand die diesjährige Generalversammlung des Europäischen Dachverbands der Energiegenossenschaften „REScoop.EU“ statt. Den Teilnehmern wurden die vielfältige Facharbeit und die Erfolge bei der Interessenvertretung in Brüssel präsentiert. Es ist vor allem das Verdienst von REScoop.EU, dass „Renewable Energy Communities“ in der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie einen so wichtigen Stellenwert erhalten haben. Auf der Generalversammlung wurden auch die Boardmitglieder entlastet.

Erstmalige Anerkennung von Energiegenossenschaften im europäischen Recht

Der Rat, die EU-Kommission und das EU-Parlament einigten sich am 14. Juni 2018 über die Inhalte der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EE-RL). Sehr erfreulich sind die erstmalige Anerkennung und die Festlegung expliziter Rechte für Energiegenossenschaften im europäischen Recht. Hierfür hat sich die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften des DGRV gemeinsam mit dem Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. und unseren europäischen Energiegenossenschaftsverband REScoop.eu in Brüssel in den letzten Jahren sehr intensiv politisch eingesetzt.

Jahresumfrage Energiegenossenschaften

Die Ergebnisse der diesjährigen Jahresumfrage unter den Energiegenossenschaften verdeutlichen, dass die Stromproduktion durch PV weiterhin das bestimmende Geschäftsmodell ist, die Windenergie aber an Bedeutung weiter zunimmt. Stand heute sind 24 Prozent der Energiegenossenschaften im Windenergiebereich aktiv, zukünftig wollen 43 Prozent diesen Schritt wagen. Die Zukunftsfrage zeigt zudem, dass Energiegenossenschaften sich verstärkt auch den weiteren Geschäftsfeldern wie Anbieten eines Stromproduktes, Elektromobilität oder Wärmenetzbetrieb zuwenden.

Jetzt anmelden! Zukunftsforum Energiewende

„Bring Deine Energie für den Wandel ein!“ Unter diesem Motto findet das diesjährige Zukunftsforum Energiewende in Kassel statt.

Am 20./21. November 2018 treffen sich Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerenergie, Kommunal- und Landespolitik, Verwaltung und Wirtschaft, um gemeinsam über den globalen Klimaschutz und die Zukunft der dezentralen Energieversorgung zu diskutieren.

Stellungnahme zum Entwurf der Bundesimmissionsschutzverordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2193 über mittelgroße Feuerungsanlagen

Berlin, 30. Mai 2018

Die genossenschaftlichen Regionalverbände haben in Zusammenarbeit mit der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV gegenüber dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2193 über mittelgroße Feuerungsanlagen abgegeben.

Umfrageergebnisse bei der WeilerWärme eG

Pfalzgrafenweiler, 24. April 2018

Die WeilerWärme eG hat von Dezember 2017 bis Februar 2018 ihre genossenschaftlichen Mitglieder und Nicht-Mitglieder in ihrer Heimatgemeinde Pfalzgrafenweiler in Zusammenarbeit mit dem Projekt klimaGEN befragt. Ziel der Befragung war die Ermittlung von Potenzialen zur Mitgliederaktivierung und Klimaschutzpotentialen bei Strombezug bzw. Carsharing. Die Umfrage ergab interessante Erkenntnisse, die auch für Vorstände und Aufsichtsräte von anderen Energiegenossenschaften nützlich sein könnten.

Smart-Meter-Rollout startet bald

Berlin, 23. April 2018

Ab 2018 beginnt die deutschlandweite Pflicht für Anlagenbetreiber und Verbraucher ihre alten Zähler auf Smart Meter umzustellen. Grundlage der schrittweisen flächendeckenden Einführung von „intelligenten“ digitalen Messgeräten ist das Messstellenbetriebsgesetz. Da fast jede Energiegenossenschaft eine Solaranlage hat, werden auch Sie mit der verpflichtenden Umrüstung konfrontiert sein.

„Neue Energie aus Berlin und Meseberg?“

Berlin 12.04.2018

Der Koalitionsvertrag wurde Monate nach der Wahl am 12. März 2018 unterzeichnet und bildet damit die Grundlage für die deutsche Energie- und Klimapolitik bis 2021. Die erste Kabinettsklausur in Meseberg vom 10. bis 11. April 2018 hat bis auf Bekenntnisse zur Erreichung der 2030-Klimaschutzziele und der Festlegung der Führung der Kohleausstiegs-Kommission durch den Wirtschaftsminister, die Umweltministerin, den Arbeitsminister und den Innenminister keine Konkretisierungen der Umsetzung der Energie- und Klimapolitikpläne ergeben.
Sehr erfreulich ist, dass der Koalitionsvertrag im Wirtschaftsteil die Genossenschaften und damit auch die Energiegenossenschaften generell als nachhaltige und krisenfeste Unternehmensform stärken möchte.

Marktstammdatenregister startet am 4. Dezember 2018

Bonn, 2. März 2018

Die Bundesnetzagentur hat inzwischen mitgeteilt, dass das Marktstammdatenregister ab 4. Dezember 2018 startet. Die Energiegenossenschaften können somit ab dann das Webportal nutzen, neue EE-Anlagen registrieren und Daten zu Bestandsanlagen aktualisieren bzw. bestätigen. Vor allem letzteres ist wichtig, weil fast alle Energiegenossenschaften Erzeugungsanlagen haben und somit verpflichtet sind, übernommene Daten von Bestandsanlagen aller Größen und aller EE-Technologien bis 30. Juni 2019 zu überprüfen und zu ergänzen. Wenn die Energiegenossenschaften dieser gesetzlichen Pflicht nicht nachkommen, verringert sich die EEG-Vergütung.

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende

Berlin, 1. Februar 2018

Werden Energiegenossenschaften durch Ausschreibungen für Wind- und Solarenergie verdrängt? Das war die bestimmende Frage auf dem diesjährigen  Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende in Berlin. Im ersten Veranstaltungsteil diskutierten die 250 Teilnehmer mit Vertretern der Politik und der Energiewirtschaft kontrovers über die weiteren Chancen von Energiegenossenschaften in den Ausschreibungsverfahren. Die Umstellung auf Ausschreibungen im Windenergiebereich wird von Bürgerenergie-Vertretern massiv kritisiert.

Zukunftsforum Energiewende

Kassel, 28./29. November 2017

Unter dem Motto „Bring Deine Energie für den Wandel ein!“ fand am 28. und 29. November das Zukunftsforum Energiewende statt. Nach einem Jahr Pause wurde der traditionsreiche Kasseler Kongress zur dezentralen Energiewende im neuen Format wiederbelebt. Mit einer ganz zentralen Botschaft: Die Akteure in den ländlichen Regionen sind Antrieb und Herz der Energiewende.

Boardmitglied im Europäischen Verband der Energiegenossenschaften

Bonn, 9. November 2017

Auf der heutigen außerordentlichen Generalversammlung von REScoop.eu in Bonn wurde der DGRV in das Board des europäischen Dachverbands der Energiegenossenschaften gewählt.