Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 860 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Energiesammelgesetz – Ein Überblick für Energiegenossenschaften

Berlin, 15. März 2019

Über die überraschende und kurzfristige Sonderkürzung bei Solarenergie-Dachanlagen zwischen 40 und 750 kW hatten wir Sie schon informiert. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die anderen für Energiegenossenschaften interessanten Inhalte:

AG Akzeptanz/Energiewende der CDU/CSU und SPD und 52 GW-Deckel-Appell

Berlin, 26. Februar 2019

Die AG Akzeptanz/Energiewende der CDU/CSU und SPD tagt seit Mitte Januar und plante ursprünglich bis Ende März 2019 Ergebnisse vorzulegen. Themen, die für Energiegenossenschaften interessant sind und diskutiert werden, reichen von „akzeptanzfördernden“ Maßnahmen  bei Windprojekten (von Abstandsregelungen bis zur finanziellen Kommunalbeteiligung), Nord-Süd-Ausgleich bei Windausschreibungen, Mieterstrom bis zum baldigen Erreichen des 52 GW-Solardeckels.

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende 2019

Die genossenschaftlichen Spitzenverbänden DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. und GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen begrüßten auch 2019 wieder etwa 300 Teilnehmer beim „Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende“ im Haus der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin.

Der große Zuspruch unterstrich die anhaltende Bedeutung einer möglichst bürgernahen Energiewende. Die Möglichkeit zum inhaltlichen Austausch und zum Vernetzen – auch beim anschließenden Jahresempfang der deutschen Genossenschaften – machen die Attraktivität der Veranstaltung aus.

Der Bundeskongress bot erneut ein sehr abwechslungsreiches Programm, welches verdeutlichte, dass für die Bürgerenergie noch viel getan werden muss. Es wurde aber auch betont, dass die Bürgerenergie selbst sich weiterentwickeln sollte. Insbesondere die unternehmerische Professionalisierung wurde angesprochen.

Positionspapier der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften zum Energiesammelgesetz 2018

Berlin, 20. November 2018

Kostenloses Webinar: E-Mobilität und Carsharing - was man von Energiegenossenschaften lernen kann


28. Januar 2019, 18.00 Uhr

Bürgerenergie-Gemeinschaft in der Elektrizitätsbinnenmarkt-Richtlinie

Brüssel, 18. Dezember 2018

Die Gesetzesnovelle „Saubere Energie für alle Europäer“ und damit auch die für die Energiegenossenschaften bedeutende Elektrizitätsbinnenmarkt-Richtlinie (E-RL) und -Verordnung wurde zum 18. Dezember 2018 politisch abgeschlossen. Die E-RL muss bis 31. Dezember 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. Die Elektrizitätsbinnenmarkt-Verordnung gilt hingegen ab 1. Januar 2020 unmittelbar im deutschen Recht.

Keine vollständige Streichung der Photovoltaik-Sonderkürzungen

Berlin, 30. November 2018

Die Regierungskoalition hat sich auf einen Kompromiss beim Energiesammelgesetz geeinigt, das am 30. November in der zweiten und dritten Lesung durch den Bundestag angenommen wurde. Abschließend wird der Bundesrat das Gesetz am 14. Dezember beschließen, so dass es nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten kann.  Die durch die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV eingebrachte Forderung nach Streichung der Sonderkürzungen für Photovoltaik-Dachanlagen in den Leistungsbereichen von 40 bis 750 Kilowatt wurde nicht umgesetzt. Zwar folgte die Bundesregierung grundsätzlich der Argumentation, dass die Kurzfristigkeit und Höhe der Sonderkürzungen für PV-Dachanlagen im mittleren Leistungsbereich eine Gefährdung des energiegenossenschaftlichen Kerngeschäfts bedeutet. Allerdings einigte sich die Regierungsfraktion politisch nur auf eine Abschwächung der im Kabinettsbeschluss vorgesehenen Sonderkürzungen. 

Energiesammelgesetz trifft energiegenossenschaftliches Kerngeschäft

Großteil der mehr als 850 Energiegenossenschaften droht Stillstand – Regionale Investitionen in gemeinschaftliche Photovoltaik gefährdet

Berlin, 20. November 2018.

Appell zur Einführung einer regionalen Steuerung für Wind-Onshore

Berlin, 12. Oktober 2018

Förderung von KWK-Eigenstrom im Einklang mit EU-Beihilferecht

Brüssel, 1. August 2018

Schleswig-Holstein hat einen Fonds zur Unterstützung von Bürgerenergieakteuren eingerichtet

Seit Anfang Juli unterstützt das Energiewendeministerium des Landes Schleswig-Holstein Bürgerenergieprojekte in der Startphase mit jeweils bis zu 200.000 Euro. Ziel des von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) verwalteten Fonds ist es, die Förderlücke zwischen Projektidee und Projektumsetzung zu schließen. Über den Fond können Beratungen, Gutachten und Vorplanungen finanziert werden, konkret bspw. Steuer- oder Rechtsberatungen, Machbarkeitsstudien, UVP-Studien oder Maßnahmen zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit.

Analyse zur fünften Ausschreibungsrunde Windenergie an Land

Die Fachagentur Windenergie an Land hat die fünfte Ausschreibungsrunde zur Windenergie in Deutschland analysiert. In der im Mai durchgeführten Runde unterschritt die Menge der Gebote erstmals das ausgeschriebene Volumen: Es gingen 111 Gebote für 604 Megawatt (MW) neue Windenergieleistung ein. Ausgeschrieben waren  670 MW. Auch der Trend zur Konzentration der Zuschläge für Gebote im Norden Deutschlands setzt sich fort. Mittlerweile sind 91 Prozent der bezuschlagten Projekte nördlich der Mainlinie.

Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen wichtige Meldepflichten an die Bundesnetzagentur beachten – Sofortiges Handeln empfohlen

Je nachdem, in welchem Zeitraum Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) in Betrieb genommen worden sind, gelten verschiedene Fassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Damit sind an das Versäumnis der Meldepflichten gegenüber der Bundesnetzagentur auch verschiedene Rechtsfolgen geknüpft. Diese Rechtsfolgen reichen von einer vollständigen Reduzierung der EEG-Vergütung auf Null bis zu einer Verringerung um nur 20%.

Ernüchternde Bilanz nach einem Jahr Mieterstromgesetz

Ein Verbändebündnis aus Verbraucherverbänden, Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV ziehen nach einem Jahr Mieterstromgesetz eine ernüchternde Bilanz. Laut Bundesnetzagentur sind in den ersten zehn Monaten nur drei Prozent des jährlich förderfähigen Zubaus an Mieterstromanlagen in Städten und Gemeinden errichtet worden. Durch das Gesetz sollten die Bedingungen für auf dem Dach erzeugten und direkt von den Bewohnern genutzten Solarstrom verbessert und damit der Ausbau der Solarenergie auf Wohngebäuden vorangetrieben werden.

Pflicht zur BImSchG-Genehmigung und Einheitspreisverfahren bleiben erhalten

Am 29. Juni 2018 trat die vom Bundestag beschlossene Neuregelung zur Beibehaltung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung (BImSchG-Genehmigung) in Windausschreibungen in Kraft. Infolgedessen müssen alle Bieter auch in der Ausschreibungsrunde im August 2018 eine solche Genehmigung für ihr Windprojekt vorlegen, um am Verfahren teilnehmen zu dürfen. Auch in allen Ausschreibungsrunden bis einschließlich 1. Juni 2020 gilt diese Teilnahmevoraussetzung.

Generalversammlung von REScoop.EU

Am 23. Juni 2018 fand in Mailand die diesjährige Generalversammlung des Europäischen Dachverbands der Energiegenossenschaften „REScoop.EU“ statt. Den Teilnehmern wurden die vielfältige Facharbeit und die Erfolge bei der Interessenvertretung in Brüssel präsentiert. Es ist vor allem das Verdienst von REScoop.EU, dass „Renewable Energy Communities“ in der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie einen so wichtigen Stellenwert erhalten haben. Auf der Generalversammlung wurden auch die Boardmitglieder entlastet.

Erstmalige Anerkennung von Energiegenossenschaften im europäischen Recht

Der Rat, die EU-Kommission und das EU-Parlament einigten sich am 14. Juni 2018 über die Inhalte der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EE-RL). Sehr erfreulich sind die erstmalige Anerkennung und die Festlegung expliziter Rechte für Energiegenossenschaften im europäischen Recht. Hierfür hat sich die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften des DGRV gemeinsam mit dem Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. und unseren europäischen Energiegenossenschaftsverband REScoop.eu in Brüssel in den letzten Jahren sehr intensiv politisch eingesetzt.

Jahresumfrage Energiegenossenschaften

Die Ergebnisse der diesjährigen Jahresumfrage unter den Energiegenossenschaften verdeutlichen, dass die Stromproduktion durch PV weiterhin das bestimmende Geschäftsmodell ist, die Windenergie aber an Bedeutung weiter zunimmt. Stand heute sind 24 Prozent der Energiegenossenschaften im Windenergiebereich aktiv, zukünftig wollen 43 Prozent diesen Schritt wagen. Die Zukunftsfrage zeigt zudem, dass Energiegenossenschaften sich verstärkt auch den weiteren Geschäftsfeldern wie Anbieten eines Stromproduktes, Elektromobilität oder Wärmenetzbetrieb zuwenden.

Stellungnahme zum Entwurf der Bundesimmissionsschutzverordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2193 über mittelgroße Feuerungsanlagen

Berlin, 30. Mai 2018

Die genossenschaftlichen Regionalverbände haben in Zusammenarbeit mit der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV gegenüber dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit eine Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2193 über mittelgroße Feuerungsanlagen abgegeben.

Umfrageergebnisse bei der WeilerWärme eG

Pfalzgrafenweiler, 24. April 2018

Die WeilerWärme eG hat von Dezember 2017 bis Februar 2018 ihre genossenschaftlichen Mitglieder und Nicht-Mitglieder in ihrer Heimatgemeinde Pfalzgrafenweiler in Zusammenarbeit mit dem Projekt klimaGEN befragt. Ziel der Befragung war die Ermittlung von Potenzialen zur Mitgliederaktivierung und Klimaschutzpotentialen bei Strombezug bzw. Carsharing. Die Umfrage ergab interessante Erkenntnisse, die auch für Vorstände und Aufsichtsräte von anderen Energiegenossenschaften nützlich sein könnten.