Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 850 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende

Berlin, 1. Februar 2018

Werden Energiegenossenschaften durch Ausschreibungen für Wind- und Solarenergie verdrängt? Das war die bestimmende Frage auf dem diesjährigen  Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende in Berlin. Im ersten Veranstaltungsteil diskutierten die 250 Teilnehmer mit Vertretern der Politik und der Energiewirtschaft kontrovers über die weiteren Chancen von Energiegenossenschaften in den Ausschreibungsverfahren. Die Umstellung auf Ausschreibungen im Windenergiebereich wird von Bürgerenergie-Vertretern massiv kritisiert.

Einig war man sich in der Erkenntnis, dass die „Bürgerenergieregel“ im Erneuerbare Energien Gesetz nicht bestehen bleiben könne. MdB Oliver Krischer resümierte: „Wir alle müssen auch weiterhin jeden Tag gemeinsam für Akzeptanz und Erfolg der Energiewende kämpfen."

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Im Bild (v.l.n.r.): Hermann Albers (Bundesverband WindEnergie), Dr. Maren Petersen (BDEW), Dr. Marie-Luise Pörtner (BayWa r.e. Wind GmbH), Werner Soika (BürgerEnergie Issum eG), Dr. Andreas Wieg (DGRV), Oliver Krischer (MdB, B'90/Die Grünen)

 

 

 

Im zweiten Veranstaltungsblock haben  Praktiker aus dem genossenschaftlichen Verbund das Geschäftsfeld  „Elektromobilität“ näher vorgestellt. Bei der Umstellung auf strombetriebene Fahrzeuge hat man insbesondere den Pendlerverkehr mit geringen Jahreskilometern im Blick. Energiegenossenschaften stellten Ihre Konzepte vor, u.a. wie Ladesäulen strategisch in der Region platziert werden sollten. Aus Sicht der Wohnungsgenossenschaften wurde erläutert, wie Mieter bei der Umstellung auf E-Mobility unterstützt werden können.

„Bürgerenergie in Afrika“ war das Thema auf dem 3. Podium. Nach dem erfolgreichen Auftaktkongress „Neue Energie für Afrika“ am 27. Juni vergangenen Jahres, den der DGRV mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung organisiert hat, diskutierten Vertreter von Entwicklungsorganisationen über die Möglichkeiten eines Dialogs zwischen deutschen und afrikanischen Initiativen. Die Energiebeauftragte  des BMZ für Afrika Bärbel Höhn resümierte. „Sie, die Bürgerenergievertreter haben die Energiewende in Deutschland vorangebracht. Und wir brauchen Ihr Engagement, die Energieversorgung in Afrika bürgernah zu entwickeln“.
 

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Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Kappes (DGRV), Dr. Carsten Hellpap (GIZ), Dr. Andreas Wieg (DGRV), Bärbel Höhn (Energiebeauftragte des BMZ für Afrika), Armin Komenda (EWS Schönau)

 

Veranstaltungsprogramm

Präsentationen der Vorträge: