Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 860 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende 2020

Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende 2020, den der DGRV gemeinsam mit dem GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen veranstaltet hat. Er forderte in seinem Statement die umgehende Beendigung der politischen Blockadesituation in der Energiewende. Die Diskussion um den 52-GW–Deckel und Windabstandsregelungen dürfen nicht zum Stillstand bei den PV-Projekten der Energiegenossenschaften führen.

 

Teilnehmer nutzen die Möglichkeit zum Netzwerken

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Mit knapp 250 Gästen war der Bundeskongress auch 2020 wieder sehr gut besucht. Der große Zuspruch unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Bürgerenergie für den Klimaschutz. Die Möglichkeit zum inhaltlichen Austausch und zum Vernetzen – auch beim anschließenden Jahresempfang der deutschen Genossenschaften – machen die Attraktivität der Veranstaltung aus.

 

Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung

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Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, gab einen Einblick in die bundespolitische Energiepolitik. Er erläuterte die große Aufgabe beim Strukturwandel durch den Kohleausstieg und lobte die Energiegenossenschaften als Benchmark für die Akzeptanz von Energieprojekten. Er versprach, dass der Solardeckel fallen wird und Verbesserungen für Mieterstrom kommen werden.

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Der Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende fand auch 2020 wieder im Haus der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin statt.

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Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, erläuterte mit einem zweiten Impuls die Maßnahmen aus dem Klimapaket der Bundesregierung. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass die Energiegenossenschaften und ihre Mitglieder die Gemeinschaftsaufgabe Energiewende umsetzen und beklagte, dass ein höherer CO2-Preis als Unterstützung wichtig gewesen wäre.

Klimaschutz in Deutschland – Hysterie oder letzte Chance

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Albrecht von der Hagen (Die Familienunternehmer), Dr. Bastian Schneider (Junge Union), Hubert Rinklin (Albwerk), Quang Paasch (FFF) MdB Anton Hofreiter ( Bündnis90/ Die Grünen), Moderation: Dr. Andreas Wieg(DGRV)

Unter dem Titel „Klimaschutz in Deutschland – Hysterie oder letzte Chance“ diskutierten auf dem ersten Podium Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und energiegenossenschaftlicher Praxis, wie es mit dem Klimaschutzprogramm und der Energiepolitik der Bundesregierung weiter gehen wird. MdB Anton Hofreiter betonte, dass der schließlich vereinbarte CO2-Preis zwar immer noch zu niedrig sei, aber immerhin ein höherer Preis der Regierungskoalition abgerungen werden konnte. Der weiterhin bestehende Solardeckel verhindere aber neue Projekte. Quang Paasch, Pressesprecher Fridays for Future, beklagte, dass Unternehmen zu wenig für den Klimaschutz machen würden. Es fehle aber auch an Anreizen aus der Politik. Hubert Rinklin, Vorsitzender des Vorstandes der Alb-Elektrizitätswerk GeislingenSteige eG, forderte, dass das Postulat der Politik sein muss, dass gesetzliche Rahmenbedingungen Investitionen fördern und nicht durch Unsicherheit gefährden. Dies tue die Bundesregierung bei der Energiepolitik aber derzeit. Dr. Bastian Schneider, stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Union verteidigte die Bundespolitik und sieht die Probleme eher bei der bürokratischen Behinderung von Infrastrukturprojekten wie Stromtrassen. Albrecht von der Hagen, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Die Familienunternehmer lobte Fridays for Future, die der Bundesregierung in Sachen Klimapolitik Beine gemacht hätten. Gleichzeitig warb er für Augenmaß in der Energiepolitik, da der hohe Strompreis bereits Investitionen in Deutschland verhindern würde.

Innovationsschau der Energiegenossenschaften

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René Groß (DGRV), Pascal Lang (EnergieGenossenschaft Inn-Salzach), Laura Zöckler (Heidelberger Energiegenossenschaft), Thies Stillahn (EWS), Sören Hensen (MoRGen), Klaus Grieger (UrStrom), Klaus Gall (WeilerWärme), Dr. Andreas Wieg (DGRV)

Das zweite Podium stand ganz in Zeichen innovativer Konzepte: Auf der ersten „Innovationsschau der Energiegenossenschaften" präsentieren sechs Energiegenossenschaften in einem kurzen Pitch ihre innovativen Projekte. Das Publikum hatte im Anschluss die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ein Projekt mit dem Publikumspreis auszuzeichnen. Den Preis gewann die EWS - ElektrizitätsWerke Schönau eG.

Wie passen Mietendeckel und energetische Maßnahmen zusammen?

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Innovationen sind nicht nur im Strom- und Mobilitätssektor gefragt. Auch der Wärmesektor hinkt den klimapolitischen Zielen noch weit hinterher. Auf dem Immobilienmarkt fehlt es an Dynamik bei energetischer Sanierung. Gleichzeitig reagiert die Politik auf den überhitzten Immobilienmarkt mit ordnungspolitischen Maßnahmen wie den Mietendeckel in Berlin. Auch für die Wohnungsgenossenschaften führt dies zu einem Zielkonflikt zwischen wünschenswerten Investitionen und nachhaltigem Wirtschaften. Dirk Enzensberger, kaufmännischer Vorstand der Charlottenburger Baugenossenschaft eG, gab hierzu einen interessanten Einblick in die wohnungswirtschaftliche Praxis. Gemeinsam mit Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP –Bundestagsfraktion, und Klaus Mindrup, Genossenschaftsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, diskutierte er auf dem dritten Podium über die aktuellen Herausforderungen in diesem Spannungsfeld. Die Moderation und einen weiteren Impuls aus SIcht der Wohnungswirtschaft leistete Dr. Ingrid Vogler vom GdW.

Ohne die freundliche Unterstützung der R+V Allgemeine Versicherung AG, der BayWa r.e. renewable energy GmbH und der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG könnten die hochkarätigen und fachlich kompetenten Podien sowie die Möglichkeit zum intensiven Austausch nicht kostenlos angeboten werden. Kooperationspartner ist außerdem die Agentur für Erneuerbare Energien. 

Bundesfinanzminister Olaf Scholz beim anschließenden Jahresempfang

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Im Anschluss des Bundeskongresses fand der gemeinsame Jahresempfang der genossenschaftlichen Spitzenverbände DGRV und GdW. Bundesfinanzminister Olaf Scholz lobte zur Begrüßung das gemeinschaftliche Handeln in Genossenschaften. Sie seien eine ideale Organisationsform für wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunftsaufgaben. Ein anschauliches Beispiel dafür wären die Energiegenossenschaften deren Engagegement er hervorhob.

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