Wir sind „Ein Gewinn für Deutschland“

Die mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Sie wirtschaften mit langfristiger Perspektive, fördern ihre Mitglieder und sind in der Region verankert. Stabilität und Verantwortung zeichnen Genossenschaften aus.

Aus all diesen Gründen ist jede einzelne Genossenschaft „Ein Gewinn für Deutschland“. An dieser Stelle haben die Genossenschaften die Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was sie auszeichnet und sie zu einem ganz besonderen „Gewinn für Deutschland“ macht. 

Genossenschaft des Monats: Teutoburger Energie Netzwerk eG

Energie für die Region seit über 100 Jahren

Die Teutoburger Energie Netzwerk eG (TEN) steht wie die Genossenschaftsidee für Stabilität und Fortschritt gleichermaßen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1921 versorgt die TEN ihre Mitgliedschaft und die Bevölkerung der Teutoburger Region mit Strom. Im Laufe eines Jahrhunderts konnte der traditionsreiche Energieversorger aber nicht nur mit dem Ausbau eines leistungsfähigen Stromnetzes überzeugen. Heutzutage ist die TEN Vorreiterin in Sachen umweltfreundliche, zukunftssichere und sozialverträgliche Energie.

Ökostrom und E-Mobilität fördern im ländlichen Raum

Regionales Investment und Engagement stehen bei der TEN damals und heute im Fokus. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Ausbau Erneuerbarer-Energie- und Klimaschutzprojekte. Einen Meilnstein konnten die Teutoburgerinnen und Teutoburger im Januar 2018 erreichen: Von nun an wird ausschließlich Ökostrom angeboten.

Gleichermaßen wichtig ist der TEN das Thema Verkehrswende. Um ihren Mitgliedern ein flächendeckendes und sicheres Aufladen von E-Bike oder -Auto zu ermöglichen, ist die TEN der Initiative ladenetz.de  beigetreten. Unkomplizierte umweltfreundliche Mobilität bedeutet hier nicht nur einen Gewinn an Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch der Verantwortung gegenüber kommender Generationen gerecht zu werden.

Auszeichnung beim Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende

Die TEN bekommt auch über regionale Grenzen hinaus Anerkennung für ihren Beitrag zur Energiewende. Bei der Innovationsschau auf dem diesjährigen Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende setzte sie sich gegen fünf andere kreative Konzepte wie schwimmende Solarparks oder eine genossenschaftliche E-Mobility-Plattform durch. Bei der Innovationsschau stimmten die rund 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauer online live für ihren Favoriten ab und kürten die TEN mit ihrem Projekt zur klimaschonenden Energieversorgung durch kalte Nahwärme zum Sieger des Publikumspreises.

Was im ersten Moment nach einem Widerspruch klingt, ist tatsächlich eine vielversprechende technologische Innovation. Eine Wärmeversorgung ist mit Temperaturen von circa 10 °C möglich ist.  Herkömmlichen Wärmenetzen werden mit Vorlauftemperaturen von mindestens 80 °C. Das erklärt auch den Namen kalte Nahwärme. Die notwendige Temperatur kommt aus einer geothermischen Wärmequelle, im Fall der Teutoburger Region Sole. Erst in den Wohnhäusern wird die je nach Anwendung notwendige Temperatur mit Hilfe von Wärmepumpen erreicht. Im Gegensatz zur klassischen Nahwärme kann das kalte Nahwärmenetz also bedarfsgerechte Temperaturen liefern. So geht weniger Wärme beim Transport verloren. Ein kaltes Wärmenetz kann somit besonders ressourcen- und klimaschonend sein.

Einen zusätzlichen Nutzen bieten die niedrigen Temperaturen im Sommer. Bei hohen Außentemperaturen können die Wärmepumpen zur Kühlung genutzt werden, indem sie die Raumtemperatur annehmen und an das Wärmenetz übertragen. Das Wärmenetz gibt die Wärme an die Erde ab. So kann das System energiesparend auch die Klimaanlage ersetzen.

Mehr über die TEN erfahren Sie hier.

Einen Mitschnitt der Innovationsschau finden Sie hier.