Genossenschaftliche Nahwärme für Insel Föhr

27. April 2019

Die Insel Föhr gehört zu den Nordfriesischen Inseln. Sie ist die fünftgrößte deutsche Insel und Heimat von mehr als 8.000 Menschen. Neben dem Hauptort Wyk verteilen sich die Einwohner auf 16 weitere Inseldörfer. Die Energiegenossenschaft Föhr eG wurde im Mai 2014 gegründet, um die Energieversorgung der Nordseeinsel regional und klimafreundlich zu leisten. Mit dem Nahwärmenetze in Süderende und Oldsum wurde am 27. April 2019 ein erster Baustein der Energiegenossenschaft eröffnet. Ursprünglich war das Wärmenetz nur für Süderende geplant und sollte viel kleiner ausfallen. Doch aufgrund des großen Interesses wurde das Wärmenetz während der Planung immer größer. 2015 startet die Energiegenossenschaft mit knapp 40 Interessierten. Bei der Eröffnung sind 125 Übergabestationen eingebaut. Die Zeitspanne zeigt, wie lange ein solches Planungsverfahren von der ersten Versammlung bis zur Eröffnung braucht. Entscheidend ist neben der baulichen Herausforderung eine gute wirtschaftliche Planung. Um einen für die Mitglieder wirtschaftlich interessanten Preis zu gewährleisten, müssen die Investitions- und Betriebskosten mit einem entsprechenden Wärmeverbrauch gedeckt werden. Daher ist der Startschuss für ein Wärmeprojekt erst bei Erreichen der notwendigen Mindestanschlüsse sinnvoll. Auf Föhr lag diese Zahl bei 120 Anschlüssen. Da hierzu auch Neubauten zählten, die erst noch gebaut wurden, war eine realistische Risikobewertung wichtig. In den vier Jahren Planungs- und Bauzeit waren daher immer wieder Informationsveranstaltungen und auch vertragliche Zusagen notwendig. Umso schöner ist es, wenn das Wärmenetz dann eröffnet werden kann.

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