Genossenschaftliche Gruppe

Die Genossenschaftsgruppe ist die bei Weitem mitgliederstärkste Wirtschaftsorganisation in Deutschland. Mit 20 Millionen Mitgliedern und mehr als 800.000 Mitarbeitern in über 7.500 Genossenschaften sind sie eine treibende Kraft für Wirtschaft und Gesellschaft. Jeder vierte Bundesbürger ist statistisch gesehen Mitglied einer Genossenschaft. Genossenschaften gibt es in vielen verschiedenen Bereichen und Branchen, die in fünf Sparten zusammengefasst werden können: Genossenschaftsbanken, Wohnungsgenossenschaften, Raiffeisen-Genossenschaften, gewerbliche Genossenschaften und Konsumgenossenschaften.  

Gewerbliche Genossenschaften

Einkaufcenter

Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften für den Mittelstand

In Deutschland gibt es derzeit 1.393 gewerbliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften mit rund 350.000 Mitgliedern und einem kumulierten Jahresumsatz von etwa 125,6 Milliarden Euro.

Zweck dieser Genossenschaften ist es, ihre Mitgliedesunternehmen wirtschaftlich zu fördern. Zentrales Ziel: Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Mitglieder. Die Genossenschaften sind in über 45 Branchen tätig und damit Partner in vielen Bereichen des Handwerks und Handels sowie der freien Berufe. Da viele Märkte durch einen ausgeprägten Konzentrationsprozess gekennzeichnet sind, fördern die Genossenschaften nicht nur den Mittelstand, sondern auch den Wettbewerb in Deutschland insgesamt.

Leistungsangebot

Die gewerblichen Genossenschaften arbeiten entsprechend ihrer Aufgabenstellung lokal, regional, bundesweit und auch international. Regional tätige Genossenschaften kooperieren in Zentralgenossenschaften. Durch gemeinsames Handeln sollen Nachteile gegenüber den Großbetrieben ausgeglichen werden. Die Tätigkeit der Genossenschaften ist auf die Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Mitgliedsunternehmen ausgerichtet. Neben der Warenbeschaffung im Eigen- und Vermittlungsgeschäft ist auch die Hilfestellung auf der Absatzseite wichtig ebenso wie die Beratung und Dienstleistung für die Mitglieder. Diese umfasst das gesamte Spektrum betriebswirtschaftlicher und unternehmenspolitischer Tätigkeiten wie z.B. die weltweite Erschließung neuer Märkte, die Anwendung neuer Informations- und Kommunikationssysteme, vielfältige Marketingaktivitäten sowie die Durchführung rationeller Logistik. Beratungs- und Weiterbildungsprogramme runden die Dienstleistungspalette ab.

Tätigkeitsfelder der gewerblichen Genossenschaften

Gewerbliche Genossenschaften sind insbesondere in folgenden Branchen aktiv:

  • Nahrungs- und Genussmittelhandel,
  • Konsumgüterhandel,
  • Nahrungsmittelhandwerk und Dienstleistungen sowie
  • sonstiges Handwerk

In der Bundesrepublik existieren darüber hinaus sieben Zentralgenossenschaften; von diesen entfallen zwei auf den Handel und fünf auf das Handwerk.

Produktivgenossenschaften

Zu den gewerblichen Genossenschaften gehören auch die als Produktivgenossenschaften bezeichneten Zusammenschlüsse von Arbeitnehmern.