Ein Gewinn für Deutschland!

Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung hervorzuheben.Auch bedeutende Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft freuen sich über diese Entscheidung und unterstützen die deutsche Kampagne zum Genossenschaftsjahr.

Grußwort von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Genossenschaft ist eine moderne Unternehmensform, die sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und in sehr wettbewerbsintensiven Bereichen bewährt hat und beein¬druckende Erfolge erzielt. In den nächsten Jahren wird genossenschaftliches Handeln und Wirtschaften angesichts des demografischen Wandels weiter an Bedeutung gewinnen. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass in Deutschland wieder deutlich mehr Genossenschaften gegründet werden und auch die Zahl ihrer Mitglieder kontinuierlich gestiegen ist.

Dabei hat sich die Genossenschaftslandschaft mit ganz neue Ideen und Modellen genossen¬schaftlicher Kooperationen immer wieder selbst modernisiert. Es gibt wunderbare Beispiele dafür, dass Bürgerinnen und Bürger Schwimmbäder, private Schulen, Angebote in der Kinder¬betreuung oder Dienstleistungen für ältere Menschen in Eigenverantwortung genossenschaftlich betreiben. Auch rund die Hälfte der 30 Projekte, die vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Programms „Wohnen für (Mehr)Generationen“ geförderten werden, sind als Genossenschaft oder Verein organisiert.

Genossenschaften sind damit wichtige Orte des bürgerschaftlichen Engagements, in deren tägliche Arbeit sich die Mitglieder mit einem hohen Maß an Idealismus und Verantwortungs¬bewusstsein einbringen. Genossenschaften stärken so den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Solidarität der Generationen. Es ist wichtig, dass dieses Engagement eine angemessene Anerkennung erfährt. Die Förderung einer Kultur der Wertschätzung ist deshalb ein zentrales Anliegen meiner Engagementpolitik.

Das Jahr der Genossenschaften 2012 hilft, die Debatte über die Zukunft des genossenschaft¬lichen Modells und das, was wir daraus machen können, zu beleben. Ich danke deshalb den vielen Genossenschaften, Verbänden und engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die daran mitwirken und so das Internationale Jahr der Genossenschaften mit Leben füllen und den genossenschaftlichen Gedanken weiter tragen.