Wir sind „Ein Gewinn für Deutschland“

Die mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Sie wirtschaften mit langfristiger Perspektive, fördern ihre Mitglieder und sind in der Region verankert. Stabilität und Verantwortung zeichnen Genossenschaften aus.

Aus all diesen Gründen ist jede einzelne Genossenschaft „Ein Gewinn für Deutschland“. An dieser Stelle haben die Genossenschaften die Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was sie auszeichnet und sie zu einem ganz besonderen „Gewinn für Deutschland“ macht. 

Hörex Hör-Akustik eG, Kreuztal

Genossenschaft stärkt Fachgeschäfte für Hörakustik

Groß gegen klein – wie in vielen anderen Branchen, so müssen sich auch die kleinen Fachgeschäfte für Hörakustik gegenüber den großen Konkurrenten behaupten. Die meisten Kunden legen sehr viel Wert auf individuelle Beratung – ein gutes Metier für kompetente Hörakustikmeister. Doch wer gehört und gesehen werden will, muss Größe zeigen. Eine Genossenschaft unterstützt die Mittelständler bei Einkauf, Marketing und Werbung.

„In seiner Struktur ähnelt der Markt für Hörakustik dem für die Augenoptik“, sagen Mario Werndl und Thomas Sühnel, die beiden Vorstandsmitglieder der Hörex Hör-Akustik eG. „In der Wahrnehmung der Kunden dominieren oft einige große Filialunternehmen. Tatsächlich aber gibt es bundesweit 4.800 kompetente Hörakustikbetriebe. Sie sind jedoch nicht mit vergleichbaren Werbe-Etats ausgestattet“, bringt Sühnel den strategischen Nachteil der kleineren Unternehmen auf den Punkt. Deshalb haben sich im Jahr 1995 mehrere Hörakustikerunternehmen in der Genossenschaft zusammengeschlossen. Zunächst sollten Größenvorteile beim Einkauf erreicht werden. Die Devise der Genossenschaft: In der Gemeinschaft wachsen, aber individuell und kompetent vor Ort bleiben.

Heute sind rund 430 Fachgeschäfte der Hörex angeschlossen. Die Genossenschaft ist schon längst keine klassische Einkaufsgenossenschaft mehr. Vielmehr hat sie sich zu einer Marketinggemeinschaft mit vielfältigen Produkten und Dienstleistungen weiterentwickelt. „Mittlerweile erwarten unsere Mitglieder auch eine professionelle Zuarbeit bei Marketing, Werbung und PR – und zwar so, dass ihre Individualität gewahrt wird. Es gilt, die Besonderheiten vor Ort zu berücksichtigen und die jeweilige regionale Unternehmensmarke zu stärken“, so Werndl.

Individualisierbare Werbung
Das Angebot der Genossenschaft ist breit gefächert. Ganze Werbekampagnen können von den Mitgliedern genutzt werden. Für die Kundeninformation werden verschiedene Magazine, wie etwa die Kundenzeitschrift „HÖRmal“, Newsletter oder Rätseljournale herausgegeben. Für HNO-Ärzte wird ein spezieller Infobrief aufgelegt. Auch bei der Pressearbeit werden die Geschäfte unterstützt. Zudem werden zahlreiche Werbemittel im Hörex-Design angeboten – von Kaffeetassen über Tragetaschen bis hin zu Kugelschreibern und Kalendern.

Für einen professionellen Werbeauftritt werden zentral von der Genossenschaft Vorlagen für Anzeigen, Poster oder Passantenstopper bereitgestellt. Und auch die Gestaltung der eigenen Internetseite wird beispielsweise durch ein Hörex-Template erleichtert. Mit den Hörex-Werbemitteln können die Mitgliedsbetriebe nun unabhängig von den Kampagnen der Gerätehersteller ihre Geschäfte bewerben. Und auch hier macht sich die Philosophie der Genossenschaft bemerkbar, denn die meisten Angebote lassen sich in dem jeweiligen Corporate Design des Mitgliedsunternehmens – beispielsweise mit dem eigenen Logo oder den Hausfarben – umsetzen. Vorteil der Hörex-Mitgliedschaft: Ein einzelner Unternehmer hat zumeist weder die Zeit noch das Budget für die Beauftragung einer eigenen Agentur und im Hörex-Verbund haben die Werbemaßnahmen eine stärkere Breitenwirkung.

„Entscheidend für den Markterfolg sind heute weniger die Produkte, die je nach Preisklasse alle eine hohe Qualität bieten“, erläutert Sühnel. Viel wichtiger sind Beratung und Service: „Denn eigentlich wollen unsere Kunden ja gar keine Hörgeräte tragen. Sie wollen lediglich wieder besser hören können. Der Schritt ins Hörakustik-Fachgeschäft kostet sie oft Überwindung. Umso mehr zählt, was sie dort erwartet.“ Gerade hier können inhabergeführte Geschäfte mit einer seriösen Beratung ihre Vorteile ausspielen, denn die Anpassung eines Hörgeräts erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Insoweit setzt das Angebot der Genossenschaft nicht nur bei der Werbung, sondern auch konkret bei der Kundenberatung an. Die Hörex unterstützt mit verschiedenen standardisierten Texten und Abbildungen, die in einer Mappe für die Beratungsgespräche individuell zusammengestellt werden können. Diese Vorlagen erleichtern nicht nur die tägliche Arbeit, sondern sie bieten auch einen Mehrwert für die Kunden. Sie können sich schneller informieren und auch im Nachgang des Beratungsgesprächs die Empfehlungen nachvollziehen. Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Hörsystem sollte gut überlegt werden. Die Auswahl hierbei ist riesig. Zusätzlich zu den Materialien werden die Inhaber und Mitarbeiter auch in den Bereichen Kundenberatung und Verkauf von der Genossenschaft geschult.

Neben der Marketing- und Werbeunterstützung ist die Hörex seit drei Jahren auch mit einer Hörsystemeigenmarke am Markt aktiv. Die Produkte werden den Mitgliedern exklusiv angeboten und ausschließlich über die Fachgeschäfte der Genossenschaft vertrieben. Sie bereichern das Angebotsspektrum in allen Leistungsklassen, von zuzahlungsfreien Hörgeräten bis zu Highend-Produkten.

Die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft wurde gewählt, weil sie eine unabhängige Beteiligung ermöglicht. „Wir sind eine Gemeinschaft, in der jeder seine Individualität bewahren kann.  Jeder kann aus einer Vielzahl von Angeboten genau das auswählen, was zu seinem Unternehmen und zu seinem Umfeld passt.  Zudem schätzen unsere Mitglieder die Transparenz, die für die Unternehmensform der Genossenschaft charakteristisch ist“, so Werndl. Und es steht nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund. Entscheidend sind vielmehr die Leistungen, die jedem einzelnen zugutekommen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die demokratische Unternehmensverfassung. So unterschiedlich die einzelnen Mitgliedsbetriebe auch sind, es sitzen alle in einem Boot und sprechen eine gemeinsame Sprache.  „Das Miteinander ist unkompliziert. Sämtliche wichtigen Entscheidungen fällen wir gemeinsam auf unserer jährlich stattfindenden Generalversammlung sowie in weiteren Gremien. Das stellt sicher, dass diese Entscheidungen auch die nötige Akzeptanz haben und von den Mitgliedern mitgetragen werden“, ergänzt Sühnel. Hierzu ein Beispiel: Damit beim Einkauf die potenziellen Größenvorteile ausgereizt werden können, konzentriert man sich – nach gemeinschaftlicher Abstimmung – jährlich auf drei Hauptlieferanten.

Und auch der persönliche und fachliche Austausch der Mitglieder untereinander wird aktiv unterstützt. Halbjährlich finden regionale Mitgliederstammtische statt. Für den Mitgliederservice wurde zudem ein Außendienst eingerichtet. „Dieser pflegt den persönlichen Kontakt vor Ort, und er kann die neuen Angebote unmittelbar vorstellen“, berichtet Werndl. Gute Preise beim Einkauf, eine professionelle Marketingunterstützung und persönliche Betreuung, das macht die Mitgliedschaft in der Hörex aus.

Neue Herausforderungen
Die Ziele für die Zukunft sind fest formuliert: Die Hörex will das Angebotsspektrum kontinuierlich weiter ausbauen, ihren Mitgliedsbetrieben mit neuen Ansätzen und originellen Ideen ein Plus im jeweiligen regionalen Wettbewerb sichern. „Wir wollen erreichen, dass Kunden in den Fachgeschäften unserer Gemeinschaft eine überdurchschnittlich hohe Qualität finden. Und wir möchten unseren Mitgliedern auch weiterhin zu besten Preisen beim Einkauf verhelfen“, blicken Werndl und Sühnel selbstbewusst in die Zukunft.

Langeweile wird dabei nicht aufkommen, denn der Markt hält etliche Herausforderungen bereit: „Die Großfilialisten agieren preisaggressiv und mit beträchtlichen Werbe-Budgets. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen kleinere Hörakustik-Anbieter mehr denn je ihr eigenes, unverwechselbares Profil schärfen. Zusätzliche Herausforderungen bringen die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen mit sich. Und nicht zuletzt sind die Kunden heute mit Blick auf Gesundheitsleistungen preisbewusster als früher“, resümieren die beiden Hörex-Vorstände.

Doch es gibt auch positive Trends für die Hörakustiker, wie beispielsweise die demografische Entwicklung. Und viele Menschen wissen noch nicht, dass sie Unterstützung beim Hören brauchen. Ein fehlendes Stück Lebensqualität, auf das die Hörex gemeinsam mit ihren Mitgliedsbetrieben weiter aufmerksam machen wird.
 

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