Holzvermarktungsgenossenschaft gegründet

14. Januar 2019

Das Sauerland zwischen Rheinland, Westfalen und Hessen ist schon seit Jahrhunderten durch die Forstwirtschaft geprägt. Mit 18.000 Hektar Weihnachtsbaumkulturen zählt es zu den größten Anbaugebieten Europas. Doch viele Waldbesitzer müssen sich nun neu orientieren. Zwei Faktoren tragen dazu bei: Erstens das Urteil des Kartellamts, Staats- und Privatforst zu trennen. Zweitens die Novelle des Bundeswaldgesetzes, das nun eine (indirekte) Subvention der Waldbesitzer durch die untere Forstbehörde (Landratsamt) verbietet.

Hintergrund der geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen sind die Schwierigkeiten gerade kleinerer Sägewerke. In den vergangenen Jahren haben immer mehr kleine Sägewerke aufgeben müssen. Die Beschwerde führenden Sägewerke sahen in der gegenwärtigen Situation einen behindernden Wettbewerb und erhofften sich sinkende Holzpreise. Das Kartellverfahren kam 2015 zu einer Entscheidung. Es untersagt den Förstern einen gemeinsamen Holzverkauf aus Staatswald und anderen Waldbesitzarten. Kleine Waldbesitzer haben aber allein kaum Chancen auf gute Preise. Eine Möglichkeit, auf diese Veränderungen im Holzmarkt zu reagieren, ist der Zusammenschluss in einer Holzvermarktungsgenossenschaft.

Im Sauerland haben Waldbesitzer daher die „Waldbauernholz Hellweg Sauerland eG“ gegründet. Sie wird ihren Dienstsitz im Haus der Landwirtschaft in Meschede einrichten. Gründungsmitglieder sind die drei Forstwirtschaftlichen Vereinigungen Sauerland, Meschede und Soest, die rund 50.000 Hektar privaten Wald abbilden. Vierter Gründungsgenosse ist der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V..

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