Genossenschaftsmuseen und -archive

Die sechs Genossenschaftsmuseen in Deutschland laden interessierte Bürger ein, sich in ihren Ausstellungen über die lange Tradition und Erfolgsgeschichte der deutschen Genossenschaften zu informieren und das Wirken der genossenschaftlichen Gründerväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch hautnah zu erleben.

Raiffeisenhaus, Flammersfeld

Das 250 Jahre alte Raiffeisenhaus ist heute ein Museum mit Bauerngarten.

In der Zeit von 1848 bis 1852 wirkte dort der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen (geb. 30.03.1818, gest. 11.03.1888) als Bürgermeister. Das Raiffeisenhaus zeigt, wie zu Raiffeisens Zeit gelebt und gearbeitet wurde - eine kleine Zeitreise für den Besucher.

Raiffeisens Idee der Hilfe zur Selbsthilfe löste eine weltumfassende Bewegung aus. Unter anderem ließ er Schulen bauen und sorgte für den Ausbau der heutigen Raiffeisenstraße von Hamm/Sieg nach Neuwied, damit die Landwirte eine günstigere Verkehrsanbindung zur Stadt hatten, um ihren Handel zu betreiben.

Er gründete die Vereine "Weyerbuscher Brodverein" zur Linderung der Hungersnot und in Flammersfeld den "Hülfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte", bei dem die Bauern Geld ansparen konnten, aber auch Geld leihen konnten, um z.B. Vieh und Gerät anzukaufen. 1864 wurde der Heddesdorfer Darlehnskassenverein gegründet, der Beispiel für viele Genossenschaftsbanken wurde, die es heute in aller Welt gibt.

Besuche Sie eine seiner wichtigsten Wirkstätten und erfahren mehr über das Leben und Wirken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

 

Das Raiffeisenhaus ist sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Sonstige Termine sind nach Absprache mit Frau Erika Peter, Tel. 02685/809-115 möglich.

Bandansage mit Informationen zum Raiffeisenhaus: Tel. 02685/809-197

Adresse: Rheinstraße 17, 57632 Flammersfeld

Internet: www.raiffeisenmuseum-flammersfeld.de