Wir sind „Ein Gewinn für Deutschland“

Die mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Sie wirtschaften mit langfristiger Perspektive, fördern ihre Mitglieder und sind in der Region verankert. Stabilität und Verantwortung zeichnen Genossenschaften aus.

Aus all diesen Gründen ist jede einzelne Genossenschaft „Ein Gewinn für Deutschland“. An dieser Stelle haben die Genossenschaften die Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was sie auszeichnet und sie zu einem ganz besonderen „Gewinn für Deutschland“ macht. 

Ärztegenossenschaft Nord eG, Bad Segeberg

Die Ärztegenossenschaft Nord bündelt die politische und wirtschaftliche Kraft der freien Ärzteschaft aus gemeinsamer Verantwortung für eine menschenwürdige Medizin.

Unter diesem Motto steht die Arbeit der Ärztegenossenschaft Nord. Daraus ergeben sich folgende Aufgaben, die für die Mitglieder wahrgenommen werden:

  • Gemeinsame Interessenvertretung gegenüber Kassen und Politik
  • Förderung und Unterstützung der Berufsausübung in der freien Arztpraxis
  • Die Sicherung der Marktposition insbesondere der niedergelassenen Vertragsärzte/Psychotherapeuten
  • Einsatz für freie Arztwahl und Therapiefreiheit für die Patienten
  • Nutzung neuer Vertragsmöglichkeiten im Gesundheitswesen
  • Besetzung und Gestaltung des Marktes für Gesundheitsgüter



Die Ärztegenossenschaft Nord wurde am 24. Mai 2000 als erste landesweit agierende Ärztegenossenschaft Deutschlands gegründet. Mittlerweile haben ihr über 2.300 Ärzte und Psychotherapeuten durch ihre Mitgliedschaft das Vertrauen ausgesprochen. In Schleswig-Holstein entspricht dies knapp 50% der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten.

Die Ärzteschaft hat mit der Genossenschaft ein Instrument geschaffen, das auf politischen Druck, aus welcher Richtung auch immer, anders als die Kassenärztliche Vereinigung, ohne Rücksicht auf sozialpolitische Vorgaben reagieren kann. Die Genossenschaft kann sowohl Sprachrohr als auch Verhandlungspartner an der Seite der Mitglieder sein.

Die Interessenvertretung auf politischer Ebene verfolgt die Genossenschaft auf vielfältige Weise: Durch direkte Kontakte mit Politikern, Vertretern der Krankenkassen sowie der Wirtschaft, durch Pressearbeit, Diskussionsveranstaltungen, Thesenpapiere aber auch Demonstrationen gegen verfehlte Gesundheitspolitik. Dabei arbeitet die Ärztegenossenschaft eng mit freien Verbänden, Berufsverbänden und Ärztenetzen im Lande zusammen.

Der politische Einfluss wird durch die Kooperation mit anderen Parallelorganisationen im gesamten Bundesgebiet gestärkt. Um sich auch auf Bundesebene für die Anliegen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten politisches Gehör verschaffen zu können, wurde im Dezember 2005 der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) gegründet.

Neben der Interessenvertretung auf politischer Ebene etabliert sich die Ärztegenossenschaft als Anbieter im Gesundheitsmarkt, um das Gesundheitswesen der Zukunft aktiv mit zu gestalten. Beispielhaft seien Verträge mit Krankenkassen, Sektoren übergreifende Vereinbarungen zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen und die Erprobung neuer Wege im Arzneimittel- und Heilmittelmarkt genannt. Die Tochtergesellschaft Q-Pharm agiert unter dem Motto „Qualitätsarzneimittel - von Ärzten für Ärzte" seit dem Jahr 2000 erfolgreich auf dem Generikamarkt. Mit dem Versprechen preislich immer im unteren Drittel zu liegen, leistet die Q-Pharm AG einen Beitrag zur Entlastung des Arzneimittelbudgets der Arztpraxen.

Die finanzielle Basis für ihre politischen Aktivitäten erwirtschaftet die Ärztegenossenschaft über Rahmenverträge durch die Bündelung der Nachfrage der Mitglieder, eigenen Dienstleistungen und die Q-Pharm AG. Mitgliedsbeiträge erhebt die Ärztegenossenschaft nicht.

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen zeichnen sich in immer mehr Regionen Norddeutschlands medizinische Versorgungsengpässe ab. Die Ärztegenossenschaft hat in den letzten Jahren diverse Strategien entwickelt. Mittlerweile erarbeitet sie in vielen Regionen Lösungsmodelle, um die ärztliche Versorgung langfristig aufrechtzuerhalten. Als „Leuchtturmprojekt“ ist vor allem das Ärztezentrum Büsum als bundesweit erste kommunale Eigeneinrichtung bekannt.

Mit ihren über 2.300 Mitgliedern ist die Ärztegenossenschaft als Einkaufsgenossenschaft eine wirtschaftliche Größe. Daher konnte sie Rahmenvereinbarungen mit zahlreichen Unternehmen abschließen, die den Mitgliedern zu Sonderkonditionen Produkte und Dienstleistungen des beruflichen oder privaten Bedarfs anbieten. Hier kann jedes Mitglied sofort ganz konkret profitieren. Die Palette umfasst beispielsweise Versicherungen, Praxisbedarf, Fahrzeugbeschaffung oder Kommunikationsdienste. Einen großen Teil dieser Aktivitäten erbringt die Genossenschaft über ihre Tochtergesellschaft Ärzte Dienstleistungsgesellschaft, ädg. So leistet die Ärztegenossenschaft einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg ihrer Mitglieder.

All diese Vorteile können natürliche Personen, die als Vertragsarzt oder Psychotherapeut zugelassen und niedergelassen oder als Arzt oder Psychotherapeut in einem Medizinischen Versorgungszentrum, bei einem zugelassenen und niedergelassenen Arzt oder Psychotherapeuten oder einer zugelassenen Leistungserbringergemeinschaft angestellt sind, nutzen. Sie müssen hierfür keine zusätzlichen monatlichen Aufwendungen in Kauf nehmen. Lediglich einmal ist ein Genossenschaftsanteil in Höhe von € 500,00 zuzüglich einem „Eintrittsgeld" in Höhe von €150,00 zu bezahlen. Das Geschäftsguthaben aus dem Genossenschaftsanteil wird den Mitgliedern bei Austritt aus der Ärztegenossenschaft erstattet. Zusätzlich können die Mitglieder durch die Nutzung der Rahmenverträge nicht unerhebliche wirtschaftliche Vorteile erlangen und damit die Investitionen für Genossenschaftsanteil und Eintrittsgeld oft schon im ersten Jahr der Mitgliedschaft refinanzieren.

Das Haftungsrisiko jedes einzelnen Mitgliedes ist Kraft Satzung klar begrenzt und beträgt mit dem gezeichneten Genossenschaftsanteil und einer Nachschusspflicht in Höhe von € 500,00 maximal € 1.000,00. Da die Genossenschaft jedoch trotz fehlender Gewinnorientierung seit 2003 in fast allen Jahren Überschüsse erwirtschaftet hat, ist dieses Risiko derzeit nicht existent.

Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, sich im Rahmen der einmal im Jahr stattfindenden Generalversammlung ein Bild von der Arbeit des Vorstandes und der wirtschaftlichen Situation der Genossenschaft zu machen. Natürlich werden im Rahmen der Generalversammlung auch die Weichen für die Arbeit des jeweils folgenden Jahres gestellt. Hier hat jedes Mitglied als stimmberechtigter Miteigentümer seiner Ärztegenossenschaft die Chance der Mitgestaltung.

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