Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 860 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Stellungnahme zum Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“

Berlin, 21. August 2015

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften hat eine Stellungnahme zum Ergebnispapier „Ein Strommarkt für die Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Weißbuch) abgegeben. Der genossenschaftliche Verbund begrüßt die mit dem Konsultationsverfahren angestoßene Debatte, sieht aber auch weiteren Handlungsbedarf insbesondere bei der Weiterentwicklung  des Bilanz- und Ausgleichsenergiesystems und der Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes.


Genossenschaftliche Energieversorgungsunternehmen sind überwiegend kleine und mittlere Unternehmen und als Bilanzkreisverantwortliche aufgrund der hohen Kosten für Ausgleichsenergie einem großen Insolvenzrisiko ausgesetzt. Deswegen sind für diese energiegenossenschaftliche Gruppe geeignete Maßnahmen von großer Bedeutung, die das Bilanz- und Ausgleichsenergiesystem weiterentwickeln und die Menge der Ausgleichsenergie verringern.

Viele Energiegenossenschaften sind im Bereich der dezentralen Objekt- und Quartiersversorgung aktiv. Sie liefern als Contractoren Strom und Wärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) in Wohngebäude und -quartiere, Krankenhäuser, Kommunen oder soziale Einrichtungen. Die Objekt- und Quartiersversorgung durch KWK-Anlagen und dessen Potential für die urbane Energiewende werden im Weißbuch leider nicht aufgegriffen. Stattdessen werden diese Möglichkeiten im Rahmen der laufenden KWK-G-Novelle voraussichtlich stark eingeschränkt werden.

Deswegen wird sich die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften im Rahmen der laufenden KWK-G-Novelle für eine ausgewogene Fortführung solcher Projekte einsetzen.

Die vollständige Stellungnahme zum Weißbuch finden Sie hier.