Sulzdorf baut genossenschaftliches Nahwärmenetz

20. März 2017

Weg von fossilen Brennstoffen beim Heizen, dieses Ziel der in Deutschland derzeit angestrebten Energiewende wollen die Bürger von Sulzdorf bald erreichen. Anfang Mai ist Baubeginn für die Leitungen für ein Nahwärmenetz.
Es schließt 23 Haushalte, darunter auch die gemeindeeigene ehemalige Schule, an die Wärmeversorgung durch die örtliche Biogasanlage an.
Diese Anlage besteht schon seit dem Jahr 2010. Beschickt wird sie zu zwei Dritteln mit Gülle und Mist, der überwiegend im Stall des landwirtschaftlichen Betriebes anfällt. Dazu kommen noch Mais sowie in geringerem Umfang Grasschnitt und Abfallgetreide. Die Anlage hat nach Angaben der Betreiber eine Nennleistung an elektrischer Energie von 380 Kilowattstunden, wobei rund 420 Kilowattstunden an thermischer Leistung anfallen. Bereits seit einigen Jahren werden zehn Wohnhäuser in der Sebastian-Zeißner-Straße des Ortes mit der Abwärme der Biogasanlage versorgt. Auch nach dem Ausbau des zweiten Nahwärmenetzes durch die „Genossenschaft Nahwärme Sulzdorf“ werde weiterhin wie bisher noch Restwärme der Biogasanlage für das Trocknen von Holzhackschnitzel, Holzscheite oder Getreide zur Verfügung stehen.
Bei Bedarfsspitzen hält die Genossenschaft eine Heizanlage vor, die mit Öl betrieben wird. Grünes Licht für dieses zweite Nahwärmenetz im Ort gab es bereits im August 2012 bei einer Umfrage unter der Einwohnerschaft. Die Genossenschaft gründete sich vor einigen Wochen, es können sich aber auch jetzt noch Mitglieder anschließen.

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