Wir sind „Ein Gewinn für Deutschland“

Die mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Sie wirtschaften mit langfristiger Perspektive, fördern ihre Mitglieder und sind in der Region verankert. Stabilität und Verantwortung zeichnen Genossenschaften aus.

Aus all diesen Gründen ist jede einzelne Genossenschaft „Ein Gewinn für Deutschland“. An dieser Stelle haben die Genossenschaften die Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was sie auszeichnet und sie zu einem ganz besonderen „Gewinn für Deutschland“ macht. 

Kölner Friedhofsgärtner eG, Köln

„Heute schon an morgen denken. Das gilt nicht nur für den Ruhestand, sondern auch für die Zeit nach dem Leben", sagt Dirk Klein, geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner eG. Die Erbschaft zu regeln oder Vollmachten für Bank oder Post auszustellen gehört genauso dazu wie die Frage, wie das Begräbnis und die Grabespflege organisiert werden sollen. „Viele Menschen möchten diese Themen selbstbestimmt regeln und heute schon alles vorbereiten", so Klein.

Hammer Eis eG, Hamm

Der Jubel der 1.800 Fans in der ausverkauften Halle war riesig. 5:2 stand es am Ende eines spannenden Fights im entscheidenden Play-off-Spiel gegen die Ratinger Ice Aliens. Mit diesem Sieg am 31. März 2017 hatten die Hammer Eisbären die Meisterschaft in der Eishockey-Regionalliga West für sich entschieden. Nicht nur sportlich eine Erfolgsgeschichte. Gut zwei Jahre vorher hatte der Verein noch vor dem Aus gestanden, denn die heimische Eishalle drohte, geschlossen zu werden.

Gasthaus Schwanen Nehren eG, Nehren

Der Wunsch vieler Bürger nach einem Treffpunkt für gesellige und kulturelle Veranstaltungen, gepaart mit traditioneller Gastronomie, hat zur Idee geführt, den "Schwanen" in der Ortsmitte von Nehren als Gasthaus wiederzubeleben. Im denkmalgeschützten Kern des Dorfes, an der deutschen Fachwerkstrasse gelegen, könnte der Schwanen seinen Betrieb in Form einer Betreibergenossenschaft wieder aufnehmen.

SprInt eG, Wuppertal

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Bereits jeder fünfte Mitbürger hat einen Migrationshintergrund. Und jeder dritte Migrant hat Verständigungsprobleme in der deutschen Sprache. Eine Wuppertaler Genossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Integration dieser Menschen zu erleichtern.

Sulzfelder Bürgerbahnhof eG, Sulzfeld

In der badischen Gemeinde Sulzfeld bei Bruchsal haben die Bürger ein historisches Bahnhofsgebäude vor dem Verfall gerettet. Nach der Sanierung ist es zu einem beliebten Veranstaltungsort geworden. Das Projekt wurde auch von der örtlichen Volksbank mitgetragen.

„Wo früher ein Schandfleck im Ort war, haben wir heute ein tolles Veranstaltungsgebäude. Auf diese Gemeinschaftsleistung können wir alle stolz sein“, sagt Roland Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bruchsal-Bretten. Bis vor wenigen Jahren drohte der Bahnhof als Ruine zu enden.

green blue social you gemeinnützige eG, Mainz

Die gemeinnützige Genossenschaft green blue social you wurde im Sommer 2016 in Mainz gegründet und ist ein Zusammenschluß von Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Fachbereiche aus der Region, die sich das Ziel gesetzt haben, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort spürbar und nachhaltig zu verbessern – und zwar unabhängig von deren Status, Bildung und Herkunft.

Breitbandgenossenschaft Hagen eG, Hagen

Wichtiger Meilenstein für das schnelle Internet im Lennetal: Am 31. August 2016 wurde die Breitbandgenossenschaft Hagen eG gegründet. Sie nimmt zum 1. September 2016 den Betrieb auf. Die Genossenschaft wird zukünftig das gesamte Gewerbegebiet Lennetal mit Breitbandanschlüssen versorgen. Michael Hösterey, Vorstandsmitglied der frisch gegründeten Genossenschaft ist sicher, dass die Unternehmen im Lennetal die eG brauchen, um den Wirtschaftsstandort zu sichern. „Nur ein schneller Internetanschluss macht uns konkurrenzfähig. So sind wir in der Lage, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen“, so Hösterey, der auch Mitglied im Vorstand der Wirtschaftsjunioren in Hagen ist.

Labag Raiffeisen eG, Marbach am Neckar

In drei Jahren feiert die Genossenschaft ihr 100-Jahre-Jubiläum. Jürgen Häußermann denkt bereits intensiv darüber nach, wie gefeiert werden könnte. In 97 Jahren hat sich fast alles verändert im Betrieb, aber eines nicht. „Unser Ehrenamt, also die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, denkt wie schon zu allen Zeiten genossenschaftlich. Sie identifizieren sich mit ihrer Genossenschaft. Das ist toll“, sagt der Geschäftsführer der in Marbach (Kreis Ludwigsburg) ansässigen Labag. Er muss es wissen, ist er doch bereits seit 27 Jahren bei ihr tätig. „Ich kam mit 28 Jahren ins Unternehmen“, erzählt Häußermann, der aus einem landwirtschaftlichen Betrieb im Rems-Murr-Kreis stammt und in Nürtingen studiert hat. Der Diplom-Agraringenieur ist verantwortlich für 504 landwirtschaftliche Mitgliedsbetriebe, die in den Kreisen Ludwigsburg, Rems-Murr, Heilbronn und Stuttgart ansässig sind.

ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG, Köln

Die ZEG, Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG mit Sitz in Köln, feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Hans Krämer und Bernhard Lakämper begannen 1966 mit acht Fahrrad-Fachhändlern, inzwischen sind es mehr als 1000 in ganz Europa.
Mit diesem Wachstum ist die eingetragene Genossenschaft eine echte Kölsche Erfolgsstory. Denn der Markenname ZEG steht inzwischen auch für Innovation, und eine hohe Qualität in Material und Service, wie die heutigen Verantwortlichen betonten. Und das trotz der inzwischen erreichten Größe.

Baugenossenschaft Langen eG, Langen

Gutes Wohnen besser machen, ein komplett zeitgemäßer Wohnungsbestand, Mieten unter der Marktmiete und begeisterte Mitglieder, die Genossenschaft leben. Das sind unsere Visionen.

Bis wir das erreicht haben, verfolgen wir unseren eingeschlagenen Weg und machen das, was wir am besten können: Wohnraum. Seit 1947 gibt es die Baugenossenschaft Langen eG. Wir sind der größte Vermieter in Langen. Dort und in unseren weiteren Regionen Dreieich und Egelsbach bieten wir schon jetzt bezahlbaren Wohnraum für 5.000 Menschen. Für alle Mitglieder gilt, sie wohnen sicher wie im Eigentum, flexibel wie ein Mieter. Mit fairen Anteilen.

Bürgerwerke eG, Heidelberg

Grüner Strom von Bürgern für Bürger zu einem fairen Preis, das ist die Idee der Bürgerwerke eG.

Der Verbund von 51 Bürgerenergiegenossenschaften mit rund 10.000 Mitgliedern beliefert Kunden in ganz Deutschland mit Ökostrom. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen in Deutschland - teils aus rund 250 Bürgerwind- und Bürgersolarkraftwerke der Energiegenossenschaften, teils aus einem Wasserkraftwerk in Bayern.

colombo3 Fairer Handel eG, Viernheim

Wir haben uns in unserer Satzung der Unterstützung von kleinen Produktionsstätten in den Ländern des Südens verpflichtet, um deren Lebenssituation nachhaltig zu verbessern und Absatzmärkte für ihre Produkte zu finden. Darüber hinaus engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit.

Strompool Probstei eG, Schönberg/Holstein

Anfang 2007 waren in der Ostseeregion Probstei viele Bürger über die stetig steigenden Strompreise und die Ohnmacht des Einzelnen gegenüber der Marktmacht der großen Energiekonzerne so verärgert, dass sie aktiv werden wollten.

So hat sich am 17. April 2007 der Strompool Probstei als Interessen- und Stromeinkaufsgemeinschaft gegründet, die schon 10 Monate später in die heutige „Strompool Probstei eG“ überführt werden konnte und seit einigen Jahren auch Erdgas und Pellets vermittelt. Die Genossenschaft wird nach wie vor ehrenamtlich geleitet. Daneben wurden inzwischen vergütete Arbeitsplätze geschaffen. Seit Anfang 2015 leitet eine Prokuristin die Geschäftsstelle in Schönberg und unterstützt den ehrenamtlichen Vorstand.

4freelance eG, München

4freelance ist die größte deutsche Freelancer Genossenschaft. Wir haben uns vorgenommen, den Vermittlungsmarkt durch positives Beispiel fairer und transparenter zu gestalten.

Mainzer Fastnacht eG, Mainz

„Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, den Titel der TV-Sendung kennen viele Menschen. „Doch es gibt für uns noch ein erhebliches Potenzial, die Marke „Mainzer Fastnacht“ bekannter zu machen“, sagt Karl-Otto Armbrüster, Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Fastnacht eG und Präsident der Mainzer Prinzengarde.

Mehr und bessere Vermarktung ist die Herausforderung. Die Motivation der Initiatoren war zunächst aber eine andere: Kosten und Haftung. Bislang veranstaltet nämlich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) das Großevent am Rosenmontag in Eigenregie und als verantwortliche Organisation.

dwp eG Fairhandelsgenossenschaft, Ravensburg

Wir sind ein Gewinn für das Gemeinwohl: dwp wurde 1988 von Weltläden aus der Region Oberschwaben als GmbH gegründet und 2005 in die dwp eG Fairhandelsgenossenschaft umgewandelt. Dadurch bringen wir alle Beteiligten der Fairhandelskette enger zusammen: ProduzentInnen, Weltläden, MitarbeiterInnen und EndkundInnen sind Mitglieder bei der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft.

Bürgergenossenschaft Welbergen eG

„Welbergen ist ein lebendiger Ort. Bei uns kommt man nicht nur zum Schlafen nach Hause“, sagt Hermann Lastring, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Welbergen und Vorstandsmitglied der Volksbank Ochtrup. In dem kleinen Ort, 40 Kilometer nördlich von Münster, gibt es zwei Kirchen, eine Grundschule, einen Feuerwehrlöschzug, diverse Vereine und eine Volksbankfiliale – und einen Dorfladen, der gemeinsam von den Einwohnern betrieben wird.

Drop-Out Cinema eG, Mannheim

Der Weg vom Festival in den Kinosaal kann steinig sein. Selbst für ausgezeichnete Filme. „Kulturell wertvoll“ passt eben nicht immer ins Konzept der Kinobetreiber. Ein genossenschaftlicher Filmverleih fördert die kulturelle Vielfalt im Kino.

„Das Kinoprogramm in Deutschland spiegelt nur einen sehr geringen Teil der weltweiten Filmkultur wider. Mit unserem Filmverleih soll sich das ändern“, sagt Jörg van Bebber, Mitinitiator und Vorstand der Drop-Out Cinema eG. Die Genossenschaft mit Sitz in Mannheim möchte die kulturellen Interessen im Kinobetrieb stärker betonen als dies gewinnorientierte Verleiher tun. Cineastische Kriterien stehen bei der Genossenschaft an erster Stelle.

Kommerzielle Filmverleiher sind an bundesweiten Kinostarts von massentauglichen Produktionen interessiert. Vor allem die Multiplex-Kinos mit tausenden von Besucherplätzen bestimmen, was gespielt wird. Doch auch Programmkinos meiden das Risiko geringer Zuschauerzahlen. Alternative Filmproduktionen finden deshalb kaum den Weg in die Kinosäle.

Bürgerbräu Wächtersbach Braugenossenschaft eG, Wächtersbach

Lokal. Biologisch. Klimaneutral. Unter diesem Motto wird seit 2011 in der hessischen Stadt Wächtersbach wieder Bier gebraut. Das Besondere daran: Die Brauerei wird als Genossenschaft geführt.

Wassergenossenschaft Ellerhoop eG

In dem holsteinischen Dorf Ellerhoop betreiben die Einwohner ihr eigenes Wasserwerk. Gute Qualität, niedrige Preise und wirtschaftliche Unabhängigkeit sind das Ergebnis gemeinschaftlichen Engagements.

„Wir haben gutes Wasser und wir wollen unabhängig sein“, sagt Ludwig Wieprecht, Mitinitiator und Aufsichtsratsmitglied der Wassergenossenschaft Ellerhoop. Im 1.300-Seelen-Dorf wurde bereits vor über zehn Jahren die Wasserversorgung von den Bürgern in die Hand genommen. Mit Erfolg: seither hat sich die Zahl der Kunden verdoppelt.