Wir sind „Ein Gewinn für Deutschland“

Die mehr als 7.500 Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Sie wirtschaften mit langfristiger Perspektive, fördern ihre Mitglieder und sind in der Region verankert. Stabilität und Verantwortung zeichnen Genossenschaften aus.

Aus all diesen Gründen ist jede einzelne Genossenschaft „Ein Gewinn für Deutschland“. An dieser Stelle haben die Genossenschaften die Gelegenheit, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was sie auszeichnet und sie zu einem ganz besonderen „Gewinn für Deutschland“ macht. 

Mainzer Fastnacht eG, Mainz

„Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, den Titel der TV-Sendung kennen viele Menschen. „Doch es gibt für uns noch ein erhebliches Potenzial, die Marke „Mainzer Fastnacht“ bekannter zu machen“, sagt Karl-Otto Armbrüster, Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Fastnacht eG und Präsident der Mainzer Prinzengarde.

Mehr und bessere Vermarktung ist die Herausforderung. Die Motivation der Initiatoren war zunächst aber eine andere: Kosten und Haftung. Bislang veranstaltet nämlich der Mainzer Carneval-Verein (MCV) das Großevent am Rosenmontag in Eigenregie und als verantwortliche Organisation.

dwp eG Fairhandelsgenossenschaft, Ravensburg

Wir sind ein Gewinn für das Gemeinwohl: dwp wurde 1988 von Weltläden aus der Region Oberschwaben als GmbH gegründet und 2005 in die dwp eG Fairhandelsgenossenschaft umgewandelt. Dadurch bringen wir alle Beteiligten der Fairhandelskette enger zusammen: ProduzentInnen, Weltläden, MitarbeiterInnen und EndkundInnen sind Mitglieder bei der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft.

Bürgergenossenschaft Welbergen eG

„Welbergen ist ein lebendiger Ort. Bei uns kommt man nicht nur zum Schlafen nach Hause“, sagt Hermann Lastring, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Welbergen und Vorstandsmitglied der Volksbank Ochtrup. In dem kleinen Ort, 40 Kilometer nördlich von Münster, gibt es zwei Kirchen, eine Grundschule, einen Feuerwehrlöschzug, diverse Vereine und eine Volksbankfiliale – und einen Dorfladen, der gemeinsam von den Einwohnern betrieben wird.

Drop-Out Cinema eG, Mannheim

Der Weg vom Festival in den Kinosaal kann steinig sein. Selbst für ausgezeichnete Filme. „Kulturell wertvoll“ passt eben nicht immer ins Konzept der Kinobetreiber. Ein genossenschaftlicher Filmverleih fördert die kulturelle Vielfalt im Kino.

„Das Kinoprogramm in Deutschland spiegelt nur einen sehr geringen Teil der weltweiten Filmkultur wider. Mit unserem Filmverleih soll sich das ändern“, sagt Jörg van Bebber, Mitinitiator und Vorstand der Drop-Out Cinema eG. Die Genossenschaft mit Sitz in Mannheim möchte die kulturellen Interessen im Kinobetrieb stärker betonen als dies gewinnorientierte Verleiher tun. Cineastische Kriterien stehen bei der Genossenschaft an erster Stelle.

Kommerzielle Filmverleiher sind an bundesweiten Kinostarts von massentauglichen Produktionen interessiert. Vor allem die Multiplex-Kinos mit tausenden von Besucherplätzen bestimmen, was gespielt wird. Doch auch Programmkinos meiden das Risiko geringer Zuschauerzahlen. Alternative Filmproduktionen finden deshalb kaum den Weg in die Kinosäle.

Bürgerbräu Wächtersbach Braugenossenschaft eG, Wächtersbach

Lokal. Biologisch. Klimaneutral. Unter diesem Motto wird seit 2011 in der hessischen Stadt Wächtersbach wieder Bier gebraut. Das Besondere daran: Die Brauerei wird als Genossenschaft geführt.

Evangelische Bank eG, Kassel

Wir sind ein Gewinn für Deutschland, weil wir als genossenschaftlich organisierte Kirchenbank schon seit fast fünfzig Jahren unseren Auftrag für Kirche, Diakonie und freie Wohlfahrtspflege wahrnehmen. Die Evangelische Bank ist in den Geschäftsfeldern Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe, Krankenhaus, Rehabilitation sowie Bildung ein kompetenter Partner an der Seite ihrer Kunden.

Kommunale Einkaufsgenossenschaft KoPart eG

Kosten sparen zu müssen ist keine neue Herausforderung für Städte und Gemeinden. Fraglich ist vielmehr, wo noch Potenziale zu heben sind. Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben einen Ansatz beim Einkauf und der Beschaffung gefunden. Mit ihrer Genossenschaft werden Bedarfe gebündelt und der Verwaltungsaufwand reduziert.

Wassergenossenschaft Ellerhoop eG

In dem holsteinischen Dorf Ellerhoop betreiben die Einwohner ihr eigenes Wasserwerk. Gute Qualität, niedrige Preise und wirtschaftliche Unabhängigkeit sind das Ergebnis gemeinschaftlichen Engagements.

„Wir haben gutes Wasser und wir wollen unabhängig sein“, sagt Ludwig Wieprecht, Mitinitiator und Aufsichtsratsmitglied der Wassergenossenschaft Ellerhoop. Im 1.300-Seelen-Dorf wurde bereits vor über zehn Jahren die Wasserversorgung von den Bürgern in die Hand genommen. Mit Erfolg: seither hat sich die Zahl der Kunden verdoppelt.

IT-Projektgenossenschaft eG, Kleinmachnow

Die IT-Projektgenossenschaft eG ist Deutschlands erste IT-Recruiting-Genossenschaft. Sie ist ein Zusammenschluss von Freelancern und IT-Unternehmern zur Bündelung von Vertrieb und Marketing. Die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder und faire Einkaufskonditionen für Kunden sind das primäre Ziel, nicht Gewinnmaximierung wie bei den klassischen Vermittlungsagenturen.

Meditrend eG, Münster

Gegründet 1989 am Stammsitz Münster blickt die Meditrend eG auf mehr als ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Firmengeschichte zurück.

Im Mittelpunkt des Handelns steht bei Meditrend der selbstständige Hörakustiker. Meditrend erfüllt den genossenschaftlichen Förderauftrag für Hörakustiker erfolgreich und ist heute mehr denn je ein starker Partner. Vorausschauendes Denken und Handeln - stets unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Mitglieder - haben Meditrend zu einem besonderen Unternehmen gemacht; die Mitglieder und Eigentümer der Genossenschaft pflegen die Individualität ihres eigenen Unternehmens - und dennoch macht sie ihre Mitgliedschaft in der Meditrend zum Teil einer leistungsstarken und zunehmend einflussreichen Gemeinschaft.

Sprachraum eG, München

„Die Kunst, richtig miteinander zu kommunizieren ist wie laufen lernen – man fällt so oft auf die Nase bis man liebevoll an der Hand genommen wird“, schreibt die Publizistin Wilma Eudenbach. Genau dieses „an der Hand nehmen“ hat ein Team von Münchner Kommunikationswissenschaftlern zur Geschäftsgrundlage ihrer Genossenschaft gemacht.

Medizinische Kooperation Görlitz eG, Görlitz

Niedergelassene Ärzte sind freiberuflich tätig. In den vergangenen Jahren haben aber Kooperationen zwischen den Berufsträgern deutlich zugenommen. Für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist die eingetragene Genossenschaft gut geeignet.

„Für uns ist die Kooperation mit Berufskollegen wichtig, um Ressourcen zu sparen und uns fachlich auszutauschen“, sagt Dr. Wolfram Oettler, Vorstand der Medizinische Kooperation Görlitz eG. Vor einigen Jahren begann man in einer Gruppe ambulant tätiger Fachärzte vor Ort zu diskutieren, wie den aktuellen Herausforderungen im Praxisbetrieb begegnet werden kann. „Uns ging es vor allem darum, gemeinsam die Kosten bei der täglichen Arbeit zu senken. Zugleich sollte aber auch unsere Unabhängigkeit erhalten bleiben“, so der Mediziner aus Sachsen weiter. Viele Kooperationsformen im Gesundheitswesen schränken diese aber ein.

Familiengenossenschaft Monheim eG, Monheim

In Politik und Medien wird viel über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geredet. Doch was können Arbeitgeber konkret tun? Eine Gruppe von Unternehmen zeigt, wie mit einer Familiengenossenschaft eine Kindertagesstätte betrieben werden kann.

Senioren-Wohnen eG, Neukirchen b. Hl.blut

Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind in vielen Regionen Deutschlands deutlich zu spüren. Ein wichtiges Thema ist die familiennahe Pflege älterer Menschen. Eine neue Genossenschaft organisiert die Vor-Ort-Betreuung in einer Senioren-Wohngemeinschaft.

Beratergenossenschaft Erfahrene Experten eG, Stuttgart

Erfahrung zählt - Eine neue Genossenschaft von Unternehmensberatern berät mittelständische Unternehmen. Sie legt dabei sehr viel Wert auf die Erfahrungen ihrer Mitglieder.

EvoCare Telemedizin ECT eG, Nürnberg

Oft geht es Patienten in den Wochen nach einer Reha schlechter als zum Zeitpunkt der Klinikentlassung. Schuld daran ist das sogenannte „Reha-Loch": Denn nach der Reha dauert es oft sechs bis acht Wochen, bis der Patient in die Nachsorge- zum Beispiel in einem ambulanten Zentrum - überführt wird. Ergebnis: Die Erfolge der Rehabilitationstherapie sind zunichte. Eine Nürnberger Genossenschaft will das Reha-Loch schließen. Die 2013 gegründete Evocare Telemedizin ECT eG stattet Kliniken mit telemedizinischen Behandlungsverfahren aus, sodass diese den Patienten nach der Reha aus der Entfernung weiterhin betreuen können.

dasrößle eG, Todtnau-Geschwend

In ländlichen Regionen wird das Kneipensterben zu einem größeren Problem. Die Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen oder gesellige Abende werden immer seltener. In einer Schwarzwald-Gemeinde haben die Einwohner nun gemeinsam unter dem Dach einer Genossenschaft ihr Dorfgasthaus wiedereröffnet.

Datev eG, Nürnberg

Die DATEV eG hat eine imponierende Unternehmensgeschichte. Als Rechenzentrum für Steuerberater gestartet ist sie heute ein vielseitiges Dienstleistungsunternehmen. Die Unternehmenspolitik hat sich dabei stets an den Interessen und Bedürfnissen ihrer Mitglieder und deren mittelständischer Mandanten orientiert.

Volkswagen Belegeschaftsgenossenschaft für regenerative Energien am Standort Emden eG

Der Blick der Energiegenossenschaft der Volkswagenbelegschaft ist in die Zukunft gerichtet. Gleichzeitig hat das genossenschaftliche Modell auch bei den Arbeitern eine lange Tradition. Aber wie funktioniert ein Unternehmen im Unternehmen? Wie können sich Arbeiter vernetzen? Und welche Vorteile hat der Betrieb von einer Belegschaftsgenossenschaft? Die Beschäftigten im Volkswagen(VW)-Werk Emden sind stolz auf ihren Betrieb, ihren Arbeitsplatz, die Marke Volkswagen – und seit 2008 auch auf ihre belegschaftsgenossenschaftliche Photovoltaikanlage.

Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG, Weissach im Tal

Kommunen können maßgeblich zum Erfolg einer Energiegenossenschaft beitragen und bei der Realisierung von Erneuerbare-Energien-Projekten mit den Bürgern zusammenarbeiten. Allerdings müssen dabei die jeweiligen Vorgaben des Landes  beachtet werden, beispielsweise die Gemeindeordnung. Wie kann die Kommune engagierte Bürger unterstützen? Wie kann es Regionen gelingen, sich künftig eigenständig mit Energie zu versorgen? Und wie wird eine Kommune selbst zum Initiator  einer Energiegenossenschaft?