Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

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Die 860 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung.

Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.
 

Sie erreichen die Bundesgeschäftsstelle unter energie(at)dgrv.de.

Zustimmung des Bundestages zur KWKG-Novelle und Verbesserung für dezentrale KWK-Projekte

Berlin, 3. Dezember 2015

Am 3. Dezember hat der Bundestag dem überarbeiteten Entwurf zum neuen Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) zugestimmt. Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens ist der Entwurf noch einmal positiv verändert worden. Energiegenossenschaften können damit wieder mehr Projekte im KWK-Contracting-Bereich wirtschaftlich umsetzen.

KWK-Contracting-Projekte erhalten zukünftig eine Förderung für Anlagen über 2.000 kWel. Geplant ist eine KWK-Vergütung für Anlagen im Rahmen  von Stromliefer-/Contracting-/Mieterstrommodellen wie folgt: 4 ct/kWh bis zum Leistungsanteil von 50 kWel, 3 ct/kWh von 50 kWel bis zu 100 kWel, 2 ct/kWh von 100 kWel bis zu 250 kWel, 1,5 ct/kWh von 250 kWel bis zu 2.000 kWel und 1 ct/kWh > 2.000 kW (§ 6 Abs. 4 Nr. 2 i.V.m. § 7 Abs. 2 Nr. 2 KWKG-Entwurf). Ferner bekommen Anlagen bis 50 kWel nun wieder 60.000 geförderte Volllaststunden (§ 8 Abs. 1 KWKG-Entwurf).

Die genossenschaftlichen Regionalverbände und die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften begrüßen die Änderungen kurz vor Ende des laufenden Gesetzgebungsverfahrens. Damit  ist der Gesetzgeber auf unsere wesentliche Forderung eingegangen, die Wirtschaftlichkeit für die Objekt- und Quartiersversorgung und den KWK-Mieterstrom zu erhalten.