Zustimmung des Bundestages zur KWKG-Novelle und Verbesserung für dezentrale KWK-Projekte

Berlin, 3. Dezember 2015

Am 3. Dezember hat der Bundestag dem überarbeiteten Entwurf zum neuen Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) zugestimmt. Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens ist der Entwurf noch einmal positiv verändert worden. Energiegenossenschaften können damit wieder mehr Projekte im KWK-Contracting-Bereich wirtschaftlich umsetzen.

KWK-Contracting-Projekte erhalten zukünftig eine Förderung für Anlagen über 2.000 kWel. Geplant ist eine KWK-Vergütung für Anlagen im Rahmen  von Stromliefer-/Contracting-/Mieterstrommodellen wie folgt: 4 ct/kWh bis zum Leistungsanteil von 50 kWel, 3 ct/kWh von 50 kWel bis zu 100 kWel, 2 ct/kWh von 100 kWel bis zu 250 kWel, 1,5 ct/kWh von 250 kWel bis zu 2.000 kWel und 1 ct/kWh > 2.000 kW (§ 6 Abs. 4 Nr. 2 i.V.m. § 7 Abs. 2 Nr. 2 KWKG-Entwurf). Ferner bekommen Anlagen bis 50 kWel nun wieder 60.000 geförderte Volllaststunden (§ 8 Abs. 1 KWKG-Entwurf).

Die genossenschaftlichen Regionalverbände und die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften begrüßen die Änderungen kurz vor Ende des laufenden Gesetzgebungsverfahrens. Damit  ist der Gesetzgeber auf unsere wesentliche Forderung eingegangen, die Wirtschaftlichkeit für die Objekt- und Quartiersversorgung und den KWK-Mieterstrom zu erhalten.